
Heute, an meinem 55. Geburtstag, ist es an der Zeit, eine fundamentale Regel des Lebens und der Mathematik infrage zu stellen. Ich plädiere mit dem gebotenen Ernst für das generelle Abrunden bei einem Stand von exakt 0,5. Hält man sich nämlich stur an die Konvention des Aufrundens, wäre ich, rein rechnerisch, im Grunde schon 100. Ein verstörender Gedanke, der einem die Kerzen auf dem Kuchen ausbläst, bevor man überhaupt Luft geholt hat. Man wird plötzlich zum lebenden Rundungsfehler der eigenen Biografie.
Doch ich kann für alle Beteiligten Entwarnung geben. Ein Blick voraus zeigt: Die echte Schallmauer von 150 ist dann doch noch ein ganzes Jahrhundert weit entfernt. Ungefähr, versteht sich. Es kommt eben immer auf die Perspektive der Rundung an, und heute runde ich aus reinem Selbsterhaltungstrieb großzügig zu meinen Gunsten ab.



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