Warum die Zeit mit Bloggen „verschwenden“?

Eine Ode an das Digitale und den Glauben

Ein Freund stellte mir kürzlich die Frage, warum ich meine Zeit mit dem Bloggen „verschwenden“ würde. Eine Frage, die im ersten Moment vielleicht berechtigt klingt in einer Welt, die sich immer schneller dreht und in der Zeit ein kostbares Gut ist. Und doch offenbart sie ein tiefes Unverständnis für die Vielfalt und den Wert, den das Schreiben in der digitalen Welt haben kann. Besonders dann, wenn es sich um einen so einzigartigen Ort wie god.fish handelt.

Für viele ist ein Blog weit mehr als nur eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Es ist ein persönliches Tagebuch, ein Sprachrohr, ein Ort des Austauschs und der kreativen Entfaltung. Doch warum sollte man diesen Aufwand betreiben?

1. Gedanken sortieren und vertiefen: Das Schreiben zwingt uns, unsere eigenen Gedanken zu ordnen und zu reflektieren. Komplexe Themen, wie sie auf god.fish oft behandelt werden – von der Psychologie des Glaubens bis hin zu theologischen Betrachtungen aktueller Ereignisse – werden durch das Aufschreiben klarer und verständlicher. Es ist eine Reise zu sich selbst, ein Weg, den eigenen Standpunkt zu finden und zu festigen.

2. Eine Gemeinschaft finden: Ein Blog ist keine Einbahnstraße. Er ist eine Einladung zum Dialog. Menschen mit ähnlichen Interessen und Fragen finden zusammen, tauschen sich aus und bereichern sich gegenseitig. Gerade bei einem so persönlichen Thema wie dem Glauben kann dies eine unschätzbare Bereicherung sein. god.fish zeigt eindrücklich, dass Glaube und Humor sich nicht ausschließen und schafft so einen Raum für einen entspannten und offenen Austausch über die „großen Fragen des Lebens“.

3. Wissen und Erfahrungen teilen: Jeder Mensch hat eine einzigartige Perspektive und einzigartige Erfahrungen. Ein Blog bietet die Möglichkeit, dieses Wissen und diese Erfahrungen mit anderen zu teilen. Ob es nun um die Leichtigkeit nach dem Urlaub geht oder um die tiefgründige Symbolik von Kirchenbauten, wie sie auf god.fish zu finden sind – jede geteilte Geschichte kann für jemand anderen eine Inspiration, ein Trost oder ein neuer Denkanstoß sein.

4. Kreativität ausleben: Bloggen ist eine kreative Ausdrucksform. Es geht nicht nur darum, was man schreibt, sondern auch wie man es schreibt. Die Wahl der Worte, der Bilder, des Tons – all das trägt zur einzigartigen Atmosphäre eines Blogs bei. god.fish macht dies mit seinem augenzwinkernden theologischen Blick auf die Welt auf wunderbare Weise vor.

Die Frage ist also nicht, warum man seine Zeit mit Bloggen „verschwendet“, sondern vielmehr: Warum sollte man auf diese vielfältigen Möglichkeiten der persönlichen und gemeinschaftlichen Bereicherung verzichten? Ein Blog wie god.fish ist der beste Beweis dafür, dass es sich lohnt, die eigene Stimme zu erheben und die digitale Welt mit wertvollen, tiefgründigen und humorvollen Inhalten zu füllen.


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Kommentare

6 Kommentare zu „Warum die Zeit mit Bloggen „verschwenden“?“

  1. Kennst du den Hashtag # warum ich blogge? Hatte ich gestern gefunden. Ich stimme dir in allen Punkten zu. Ich würde das Bloggen nicht mehr missen wollen. Als wir begannen war das Bloggen ein Hype, schnell, heute ist es für hiesige Verhältnisse langsam, viel Text usw. Das bloggen ist mit in die Jahre gekommen. Ich mag das

  2. Danke dir für deine Rückmeldung. Ich blogge schon seit 2006 und im Vergleich zu Facebook, X und anderen sozialen Plattformen lebt es tatsächlich davon, dass man entschleunigt. Und dass man mehr über die Dinge nachdenkt. Man erschließt sich damit selbst die Welt, weil man sie tiefer durchdringt. Und man nimmt auch andere mit in diese Reise hinein. Ich möchte es auch nicht mehr missen.

  3. Du sprichst mir aus der Seele, ich blogge auch bereits seit über 20 Jahren auf diversen Plattformen. Irgendwann habe ich gelassen und vor knapp 10 Jahren wieder angefangen. Auf Reisen bietet es mir die Möglichkeit mein Gehirn zu sortieren und die vielen Eindrücke zu verarbeiten und festzuhalten. Und wenn ich dann mal nicht so gut drauf bin, freue ich mich oft, wenn ich alles noch mal nachlesen kann.

  4. Danke dir! Ja, sehe ich auch so. Es ist wirklich zudem für einen selber auch eine Art Tagebuch, in dem man sieht, womit man sich wann beschäftigt hat.

  5. ich finde es sehr schön, dass du das Thema Bloggen einmal so klar aufgegriffen hast. Ich selbst bin eigentlich Podcasterin und habe erst vor knapp vier Wochen angefangen zu bloggen. Was ich jetzt schon merke: Beim Schreiben sortieren sich die eigenen Gedanken nochmal ganz anders — und oft auch tiefer.
    Ich schreibe meist etwas längere Texte als du in diesem Beitrag, aber gerade das hat mir daran gefallen: Er ist kompakt, klar und trotzdem nicht oberflächlich. Und ich finde es einfach schön, dass du auch einen eigenen Blog hast und diesem Format Raum gibst.
    Mich würde sehr interessieren, welche Learnings du am Anfang für dich mitgenommen hast. Gab es Fehler, Umwege oder Dinge, bei denen du heute sagen würdest: Darauf sollten Menschen achten, die gerade erst mit dem Bloggen anfangen?
    Danke für deinen Beitrag — ich habe mich darin sehr wiedergefunden.

  6. Danke für deinen Kommentar. Also, ich bin irgendwie so ins Bloggen reingekommen und habe einfach drauf los geschrieben. Mittlerweile verwende ich auch KI zum Schreiben, aber eigentlich immer nur so, dass ich schon vorgebe, was die KI schreiben soll und es dann gegebenenfalls noch korrigiere oder sogar mehrfach korrigieren lasse. Ich sehe die KI mittlerweile wie eine Art Schreibmaschine, nur viel besser eben. Insgesamt finde ich auch, dass man, wenn man schreibt – wie auch immer, mit KI oder ohne –, seine Gedanken fokussiert und sich ein Thema genauer anschaut.

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