
Im runden Glas
drehe ich endlose Kreise,
blicke durch unsichtbare Mauern,
vergesse, dass ich sie schon einmal berührt habe.
Meine Welt ist klar und begrenzt,
doch meine Gedanken schwimmen
in weiten Ozeanen,
von denen ich nichts weiß.
Ist das Glück ein Krümel,
der langsam zu Boden sinkt?
Oder ein kurzer Lichtblitz,
der durchs Wasser tanzt?
Ich frage mich,
ob es mehr gibt als das,
mehr als Kreise,
mehr als das leise Flüstern des Wassers.
Vielleicht sind wir alle
Goldfische im Glas,
sehen den Horizont,
aber berühren ihn nie.
Und doch —
in jedem Augenblick
spiegelt sich das ganze Universum
in meinen kleinen, stillen Augen.



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