
Herzlichen Glückwunsch, Amerika!
Donald Trump hat geliefert: Hohe Zölle für die ganze Welt – und damit auch für die eigenen Bürger. Die patriotisch verpackte „wirtschaftliche Unabhängigkeit“ bringt nun endlich das, was sich Millionen Trump-Wähler sehnlichst gewünscht haben: Preiserhöhungen auf breiter Front. Und zwar sofort.
20 % Aufschlag auf EU-Waren, 34 % auf chinesische Produkte – das trifft vor allem die ganz normalen Menschen, die ohnehin schon von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben. Aber keine Sorge: Für Milliardäre wie Trump oder Elon Musk bleibt der wöchentliche Luxusflug ins Privatressort auch weiterhin problemlos bezahlbar.
„Jobs und Fabriken kommen zurück“, tönt es aus dem Weißen Haus. Klingt gut. Nur dass es eben nicht morgen passiert. Oder übermorgen. Oder diesen Sommer. Neue Industrien wachsen nicht wie Mais auf dem Feld, und bevor irgendwo in Ohio ein neues Werk eröffnen kann, dürften Monate oder eher Jahre vergehen – wenn überhaupt.
In der Zwischenzeit?
Wird das Leben für alle, die Zahnpasta, Waschmaschinen, Handys oder Ersatzteile kaufen müssen, einfach spürbar teurer. Und nicht vergessen: Viele dieser Produkte enthalten Komponenten aus gleich mehreren Ländern – auf die jetzt ebenfalls Zölle greifen. Willkommen im neuen Alltag: „Made in USA“ ist teuer, „Made in the World“ jetzt auch.
Aber hey – „Liberation Day“, wie Trump es nennt, fühlt sich doch richtig befreiend an, oder? Befreit vom Geld, befreit vom Einkaufsglück, befreit von der Illusion, dass „America First“ auch nur ansatzweise etwas mit ökonomischem Verstand zu tun hat.
Diese Politik ist genial – allerdings nur, wenn man zu den wenigen gehört, die vom Chaos profitieren, statt in der Schlange beim Discounter die neuen Preise zu schlucken. Der Rest darf zahlen, hoffen und patriotisch lächeln. Denn wenn schon alles teurer wird, soll wenigstens der Stolz nichts kosten.
Diese Politik ist genial – allerdings nur, wenn man zu den wenigen gehört, die vom Chaos profitieren, statt in der Schlange beim Discounter die neuen Preise zu schlucken. Der Rest darf zahlen, hoffen und patriotisch lächeln. Denn wenn schon alles teurer wird, soll wenigstens der Stolz nichts kosten.



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