Präsident, Autokrat oder Agent ?

Wie Donald Trump die USA schwächt – und wem das nützt

Seit Januar 2025 ist Donald Trump zum zweiten Mal Präsident der Vereinigten Staaten. Doch wer sich eine Wiederholung seiner ersten Amtszeit erwartet hatte, sieht sich mit einer deutlich radikaleren Agenda konfrontiert. Trumps aktuelle Politik wirkt auf viele Beobachter nicht nur unbedacht oder nationalistisch, sondern gezielt destruktiv. Es stellt sich zunehmend die Frage: Handelt Trump im Interesse der USA – oder im Interesse eines anderen Staates?


Ein Präsident gegen sein eigenes Land

Seit seinem Amtsantritt verfolgt Trump eine Linie, die in zentralen Punkten den Interessen der USA zuwiderläuft:

  • Er demontiert demokratische Institutionen, greift die Justiz an, kriminalisiert die freie Presse und stärkt autoritäre Strukturen.
  • Er verprellt engste Verbündete, insbesondere die europäischen NATO-Staaten, und untergräbt die transatlantische Bündnistreue.
  • Ein möglicher Austritt aus der NATO (vielleicht direkt, vielleicht indirekt durch Infragestellen der Bündnistreue) steht offen im Raum – eine Entwicklung, von der Russland seit Jahrzehnten träumt.
  • Mit seiner aggressiven Zollpolitik gefährdet er nicht nur den Welthandel, sondern sorgt auch für Preissteigerungen im eigenen Land – gerade für jene, die ihn wählen. Nur für Russland erheben die USA keine Strafzölle.

Wer profitiert?

Die Antwort ist so einfach wie beunruhigend: Wladimir Putin. Ein schwaches, gespaltenes Amerika, das sich von seinen Alliierten abwendet, liegt voll im strategischen Interesse Russlands. Die NATO zu schwächen, die europäisch-amerikanische Einheit zu zerstören und die Weltwirtschaft zu destabilisieren – all das sind Ziele, die Russlands geopolitische Macht stärken würden. Dass Trump dies alles gleichzeitig verfolgt, lässt zumindest eine brisante Hypothese zu: Könnte Donald Trump ein russischer Agent sein?


Alte Kontakte, neue Fragen

Trump hat seit Jahren eine auffallend positive Haltung gegenüber Russland. Seine Bewunderung für Putin ist dokumentiert, seine Ablehnung westlicher Sicherheitsstrukturen ebenso. Bereits in seiner ersten Amtszeit gab es mehrfache Ermittlungen zu mutmaßlichen russischen Einflussnahmen, etwa rund um die Wahl 2016. Bis heute sind viele Fragen offen geblieben.

Nun, da Trump mit einer Reihe von Maßnahmen systematisch die internationalen Fundamente der USA erschüttert, bekommt die alte Theorie neuen Auftrieb: Ist Trump ein willfähriges Werkzeug Putins? Oder gar mehr als das?


Zerstörung mit Applaus

Die vielleicht tragischste Komponente: Ein Großteil der US-Bevölkerung folgt ihm blind. Viele seiner Wähler glauben, er kämpfe für sie – während seine Maßnahmen ihren Lebensstandard senken, ihre soziale Sicherheit bedrohen und ihre politische Freiheit beschneiden. Wie Lemminge am Abgrund verteidigen sie einen Mann, der ihre Zukunft verspielt.


Ob russischer Agent, autoritärer Egomane oder beides – Donald Trump gefährdet mit seiner Politik nicht nur die Stabilität der USA, sondern das Gleichgewicht der westlichen Welt. Die eigentliche Frage lautet also nicht mehr, ob er den USA schadet. Sondern: Warum?


Quellen:

  • DIE ZEIT Nr. 14/2025, Interview mit Maurice Obstfeld
  • Öffentliche Aussagen und politische Entwicklungen seit Trumps Wiederwahl (2025)
  • Archivmaterial zu Trumps Russland-Kontakten seit 2016

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