
Russland lehnt den NATO-Beitritt der Ukraine strikt ab – nicht etwa aus Friedensliebe, sondern weil man sich das Recht auf zukünftige Überfälle sichern möchte.
Es ist die Bedingung für Frieden: Die Ukraine darf nicht in die NATO. Sonst könnte Russland ja nicht mehr ungestört angreifen. Und das wäre ja wirklich unfair. Schließlich hat Moskau nicht jahrelang eine „Sicherheitszone“ aus Schutt und Asche geschaffen, um dann einfach so auf seine nächsten Invasionen verzichten zu müssen.
Sergej Lawrow hat es deutlich gemacht: Ohne ein klares Versprechen, dass die Ukraine niemals Teil der NATO wird, ist an Frieden nicht zu denken. Klar, Sicherheit muss schließlich gewährleistet sein – für Russland, versteht sich.
Dass die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine ohnehin unwahrscheinlich ist? Geschenkt. Russland fordert ja auch nicht, dass die Ukraine sich offiziell als russische Kolonie deklariert – zumindest noch nicht. Aber wenn man einmal dabei ist, könnte man das ja auch gleich in eine Vereinbarung aufnehmen. Schließlich geht es nur um „Sicherheitsinteressen“.
Ob Kyjiw das auch so sieht? Unwichtig. Die wirklich bedeutenden Dinge werden eben immer noch in Moskau entschieden – oder in Washington, falls dort mal jemand auf die Idee kommt, die Ukraine ganz aufzugeben.
Bis dahin bleibt das Angebot aus Moskau bestehen: „Frieden“ – aber nur, wenn der nächste russische Angriffskrieg garantiert bleibt.



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