
Donald Trump hat mal wieder eine große Idee. Und natürlich geht es – wie so oft – um Immobilien. Diesmal nicht um einen neuen Wolkenkratzer oder einen weiteren Golfplatz, sondern um nichts Geringeres als die Zukunft von Gaza. Seine Vision? Die USA sollen das Gebiet übernehmen, die Palästinenser vertreiben und stattdessen etwas „Schönes“ bauen.
Ja, genau. Trump betrachtet eine der brutalsten Konfliktzonen der Welt als eine Art Luxusimmobilien-Projekt. Seine Argumentation? Ganz einfach: Wenn man „das richtige Stück Land“ findet, könnte man doch „ein paar nette Orte bauen, mit viel Geld in der Gegend.“ Wie ein neues Manhattan, nur eben ohne die Menschen, die dort seit Generationen leben.
Seine Berater versuchten später, die Aussagen etwas zu entschärfen, aber die Grundidee bleibt: Vertreibung als Immobilienstrategie.
Geschäfte im Schatten der Politik
Nun könnte man sich fragen, warum Trump sich plötzlich so für Gaza interessiert. Die Antwort liegt – wenig überraschend – in Geld und Einfluss. Die Trump-Familie expandiert kräftig im Nahen Osten. Immobilienprojekte in Saudi-Arabien, Oman und Dubai bringen Millionen. Ein Golfplatz in Oman, gebaut auf Regierungsland, hat bereits 7,5 Millionen Dollar in die Kassen der Trump Organization gespült – und das, bevor der erste Ball geschlagen wurde.
Der Partner? Die saudische Firma Dar Al Arkan, ein Unternehmen mit engen Verbindungen zur königlichen Familie. Aber auch in Israel gibt es Geschäftsinteressen, zumindest nach Kriegsende.
Und dann wäre da noch LIV Golf – die von Saudi-Arabien finanzierte Konkurrenz zur PGA-Tour. Trump stellt seine Golfplätze für die Turniere zur Verfügung und verdient kräftig mit. Die Saudis bekommen Prestige, Trump bekommt Geld. Eine Win-win-Situation – solange man nicht fragt, woher die Milliarden fließen.
Kushner kassiert mit
Während Trump sich als Immobilien-Entwickler von Gaza sieht, verfolgt sein Schwiegersohn Jared Kushner eigene Geschäfte. Sein Investmentfonds Affinity Partners hat 4,5 Milliarden Dollar gesammelt – größtenteils von Golfstaaten wie Saudi-Arabien, Katar und den VAE.
Und Kushner? Der sieht Gaza nicht nur als Kriegsgebiet, sondern als „wertvolle Wasserlage“. Ein bisschen „aufräumen“, die Menschen umsiedeln, dann ließe sich daraus doch etwas machen. Dass er gleichzeitig in israelische Unternehmen investiert, die mit amerikanischen Waffen Krieg gegen Gaza führen, scheint ihn nicht weiter zu stören.
Geschäft statt Geopolitik
Trumps angeblicher Plan für Gaza ist nichts weiter als eine Mischung aus Dummheit und Dreistigkeit. Er redet von „Jobs und Entwicklung“, während seine Familie Millionen mit Golfplätzen, Hotels und saudischen Deals verdient. Was als politischer Vorschlag verkauft wird, ist in Wahrheit nicht mehr als ein Immobiliengeschäft auf Kosten von Millionen Menschen.
Aber hey – „Jeder, mit dem ich gesprochen habe, liebt die Idee“, sagt Trump. Natürlich.
Quelle NYT



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