
Die jüngste Abstimmung im Bundestag hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Die CDU brachte einen eigenständigen Antrag ein, dem neben der FDP auch die AfD zustimmte. Von einer Kooperation zwischen CDU und AfD kann keine Rede sein – dennoch nutzen SPD und Grüne die Situation für ihre Zwecke, um sich als antifaschistische Schutzmauer zu inszenieren. Doch diese Empörung lenkt nur davon ab, dass gerade diese Parteien selbst jahrelang keine überzeugenden Lösungen für die Migrationspolitik geliefert haben. Ebenso wenig wird darüber gesprochen, dass Angela Merkels Politik von 2015 die aktuelle Lage erst möglich gemacht hat.
1. Die SPD: Ablenkung von der eigenen Verantwortung
Die SPD befindet sich in einer schwierigen Lage: Sie stellt mit Olaf Scholz den Kanzler, steht aber in Umfragen schlecht da. In der Ampel-Koalition konnte sie sich nicht gegen FDP und Grüne durchsetzen und hat keine klaren Antworten auf die drängenden Migrationsprobleme gefunden.
Nun versucht sie, sich als Verteidigerin der Demokratie zu präsentieren, indem sie die CDU für den Bundestagsantrag angreift. Rolf Mützenichs Aussage, die CDU habe das „Tor zur Hölle“ geöffnet, war eine bewusste Dramatisierung, die nichts mit der Realität zu tun hat.
Fakt ist: Die CDU hat einen Antrag gestellt, wie jede Oppositionspartei es tun kann. Dass die AfD zugestimmt hat, ist nicht die Verantwortung der CDU, sondern zeigt lediglich, dass die AfD in diesem Fall einer Position der Union zugestimmt hat – nicht umgekehrt. Die SPD nutzt diese Situation bewusst für den Wahlkampf, um sich als „letzte Bastion gegen rechts“ darzustellen, ohne selbst eine tragfähige Migrationspolitik vorzulegen.
2. Die Grünen: Zwischen Ideologie und Realität
Die Grünen haben sich in den vergangenen Jahren als die migrationsfreundlichste Partei positioniert. Sie sehen sich als Verteidiger einer offenen Gesellschaft, mussten aber in der Regierung feststellen, dass ihr Ansatz zunehmend auf Widerstand stößt – nicht nur von politischen Gegnern, sondern auch innerhalb der eigenen Wählerschaft.
Auch sie haben keine überzeugende Strategie zur Begrenzung irregulärer Migration geliefert. Dennoch inszenieren sie sich nun als moralische Gegenspieler zur CDU, obwohl sie in der Ampel keine eigenen Lösungen durchsetzen konnten. Statt sich mit den realen Problemen auseinanderzusetzen, nutzen sie die Debatte, um ihre linke Basis zu mobilisieren.
3. Angela Merkel: Die Wurzel des Problems
Die heutige Lage ist untrennbar mit Merkels Politik von 2015 verbunden. Ihre Entscheidung, die Grenzen für Hunderttausende Flüchtlinge offen zu halten, wurde nicht mit einer langfristigen Strategie begleitet. Die Folge: Überforderung der Kommunen, ein massiver Vertrauensverlust in die Politik und das Erstarken der AfD.
Diese Entwicklungen haben die CDU in eine schwierige Lage gebracht: Einerseits will sie wieder konservative Wähler zurückgewinnen, andererseits steht sie unter massivem Druck, nicht in die Nähe der AfD gerückt zu werden. Diese Zwickmühle ist das direkte Erbe der unkontrollierten Flüchtlingspolitik unter Merkel, die ihre Partei auf lange Sicht beschädigt hat.
Ein politisches Theater ohne Lösungen
Die Empörung über die Abstimmung im Bundestag ist künstlich und durchschaubar. Die CDU hat nicht mit der AfD kooperiert, sondern einen Antrag gestellt – ein völlig normaler parlamentarischer Vorgang.
- Die SPD instrumentalisiert die Debatte, um sich als antifaschistische Kraft darzustellen, obwohl sie in der Regierung keine Migrationspolitik durchsetzen konnte.
- Die Grünen nutzen die Aufregung, um von eigenen Fehlern abzulenken, obwohl ihre eigene Wählerschaft zunehmend eine realistischere Politik fordert.
- Angela Merkels Politik von 2015 war der eigentliche Wendepunkt, der die AfD stark gemacht hat.
Wenn die Parteien der Mitte wirklich eine Antwort auf die AfD finden wollen, müssen sie ehrlich über ihre eigenen Versäumnisse sprechen – anstatt mit künstlicher Empörung Wahlkampf zu betreiben.



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