
Montage sind der Montag des Lebens. Sie kommen unerwartet, rauben Zeit und Nerven, und am Ende bleibt oft ein ungenießbarer Nachgeschmack. Für die einen sind sie eine Kunstform – das Puzzle des Geistes, bei dem man disparate Teile in einen größeren Zusammenhang bringt. Für die anderen sind sie ein leidiger Akt des Zusammenklebens, ein Flickwerk, das die Fassade gerade so zusammenhält.
Ähnlich verhält es sich mit Katzenfutter. Während die Katze genüsslich ihre Schnurrhaare zupft und die Schale bis zum letzten Krümel leert, rümpft der Mensch die Nase und denkt: „Wer hat dieses Zeug erfunden?“ Doch ist das nicht der Kern des Lebens? Das eine Wesen liebt, was das andere kaum erträgt.
Montagen verlangen Hingabe, Geduld und eine seltsame Freude an der Absurdität. Sie sind wie ein Buffet aus unpassenden Zutaten: Ein Stück hier, ein Fragment dort, und plötzlich fragt man sich, ob die Kombi aus Schokopudding und Sauerkraut wirklich eine gute Idee war. Für manche ist es eine Delikatesse. Für andere ein zum Scheitern verurteilter Versuch, Chaos zu ordnen.
Und so bleibt die bittere Wahrheit: Montage und Katzenfutter sind keine universellen Genüsse. Sie sind Geschmackssache, ein Spiel der Toleranz. Der Trick? Manchmal hilft es, die Nase zu schließen – oder einfach die Katze zu fragen, wie sie es macht.



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