
Kürzlich war ich mit Freunden in Salzburg im Casino.
Aus dem Casino geht man oft bestenfalls mit 0 € Gewinn heraus, schlechtestenfalls mit einem Verlust.
Ich für meinen Teil hatte gerade mal 30 € eingetauscht und dafür dann auch zwei Stunden an einem elektronischen Roulette gespielt. Ein Roulette, bei welchem in der Mitte ein reales Rad und eine echte Kugel sind, also kein Computer-Roulette. Aber die Einsätze konnte man recht bequem über einen Touchscreen machen.
Ich hatte ein System, welches breit gefächert auf verschiedene Optionen gesetzt hatte, was zur Folge hatte, dass ich manchmal ein bisschen was dazu gewonnen hatte, manchmal ein bisschen was verloren.
Insgesamt hatte ich dann aber verloren, weil innerhalb der Spielzeit vier Mal die Null gekommen war. Auf diese Zahl könnte man zwar auch setzen, macht man aber in der Regel nicht, weil sie zu selten kommt. Wenn aber die Null kommt, ohne dass jemand darauf gesetzt hat, gewinnt die Bank. Durch diese vier Male, wo die Null kam, hatte ich dann gut 20 € verloren.
Hier kommt dann die Wahrscheinlichkeit ins Spiel. Je länger man spielt, desto wahrscheinlicher ist es in der Theorie, dass man weder gewinnt, noch verliert, wäre da nicht die Null.
In der Praxis jedoch ist es aber wahrscheinlicher, dass man verliert, zumindest insgesamt gesehen, denn sonst würden sich Casinos ja überhaupt nicht rentieren.
Ich mit meinen 30 € hatte also zwei Stunden lang das, was man vielleicht als Spielspaß bezeichnen könnte.
Der eine Freund hatte 50 € eingetauscht und ging mit 52 € raus, hatte also nach etwa zwei Stunden tatsächlich 2 € gewonnen. Toll.
Der andere Freund hatte dann noch einmal Gettons nachgekauft und letztlich 80 € investiert.
Insgesamt hat das Casino an uns Dreien also 110 € gewonnen und 2 € verloren.
Man muss sich einfach darüber im Klaren sein, wenn man in ein Casino geht, wird man in aller Regel nicht gewinnen, sondern verlieren. Denn selbst, wenn man mal etwas gewinnt, bleibt man ja in der Regel trotzdem weiterhin im Casino und setzt das Geld wieder. Was dann bedeutet, dass man es wieder verliert.
Man muss das Geld, das man investiert, also als Gebühr für einen gewissen Zeitvertreib sehen, sonst ärgert man sich.
Und Leute, die spielsüchtig sind, dürfen natürlich überhaupt nicht in ein Casino gehen. Das war bei uns Dreien glücklicherweise nicht der Fall. Aber man kann sich vorstellen, dass es Menschen gibt, die dann glauben, sie müssten jetzt unbedingt noch mehr Geld eintauschen, weil sie ja vielleicht dann doch noch eine Glückssträhne haben könnten. Und solche Leute gehen dann mit massiven Verlusten heraus.
Also, es war eine ganz nette Erfahrung und ein ganz interessanter Zeitvertreib. Mein letzter Besuch in diesem Casino ist bestimmt schon 20 Jahre her. Insofern sind wir sicher nicht vom Glücksspiel bedroht, sondern können es als das sehen, was dem Namen ja auch innewohnt, als ein Spiel.



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