Wie die Medien sprachlich Putins Spiel mitspielen

In den Medien liest und hört man immer wieder den Begriff „Präsident Putin“.

Dieser Putin lässt sich nun zum fünften Mal zum angeblichen Präsidenten wählen und unterdrückt mittlerweile sein eigenes Volk mit brachialer Härte. Er hat das errichtet, was man eine waschechte Diktatur nennt.

Wenn man ihn nun aber in den Medien als „Präsident“ bezeichnet, spielt man dessen Spiel mit und tut sprachlich so, als sei er Präsident. Die Medien müssten hier viel klarer benennen, um was es geht: er ist Diktator Putin. Und sonst nichts.

Gerade in unserer sprachsensiblen Zeit, in der man erkannt hat, wie Sprache das Denken beeinflusst und verändert, ist dies keine Lappalie, wie man einen Diktator nennt. Wenn die Medien ihn als Präsident bezeichnen, übernehmen sie dessen Narrativ. Korrekt ist: Diktator.


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Kommentare

3 Kommentare zu „Wie die Medien sprachlich Putins Spiel mitspielen“

  1. Ist es Leugnung, Verdrängung dessen, was gerade in Russland passiert? – Oder ist es die „Faszination des Bösen“???? – Ich versuche das Phänomen auch wieder und wieder zu erfassen. Ich habe schon vor einem Jahr über die seltsame Berichterstattung geschrieben: https://rotherbaron.com/2022/03/30/gladbeck-und-der-kreml/

  2. Für mich war der noch nie mehr gewesen, als KGB Mitarbeiter. Und auch als Diktator hat er immer noch vieles von seinem damaligen Verhalten beibehalten – sein jetziger Status verhilft ihm leider zu einer ziemlich hohen Reichweite & Machtfülle, sprich „sein Wille ist Gesetz“. Ich hoffe ja täglich, daß ihn bald der Schlag treffen möge (und dasselbe wünsche ich Donald Trump) aber bisher wurde mein Hoffen leider nicht erfüllt.

  3. Also, ich wünsche ja prinzipiell niemandem den Tod, aber es wäre schön, wenn sich beide ältere Herren einfach in ihre Rente zurückziehen würden. Das wäre dem Alter ja auch angemessen.

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