
Paris, die ewige Stadt der Romantik und des feinen Geschmacks, hat eine neue Leidenschaft entdeckt: die Regulierung nach Größe und Gewicht. Nicht etwa, dass die Stadt plötzlich in eine Obsession für Diäten oder Maßschneiderei verfallen wäre. Nein, es geht um etwas viel Bodenständigeres: das liebe Geld, das durch Parkgebühren in die Stadtkassen fließt. Aber nicht irgendeine Parkgebühr. In einer jüngsten Entscheidung, die von einer bemerkenswert kleinen, aber entschlossenen Gruppe von Parisern getroffen wurde, sind nun SUVs, die mehr als 1,6 Tonnen wiegen, dazu verdammt, dreimal so viel zu zahlen wie ihre leichtgewichtigeren Straßenkameraden.
Doch was, wenn diese bahnbrechende Initiative nur der Anfang ist? Was, wenn Paris beschließt, das Prinzip der Gewichtsbestrafung auch auf andere Bereiche des städtischen Lebens auszuweiten? Ein Blick in die Zukunft lässt erahnen, wie das aussehen könnte:
Vorhang auf für die ‚Pariser Größenordnung‘, ein raffiniertes System, das die Stadt in ein Paradies für Zwerge verwandeln könnte. Jeder, der es wagt, höher zu ragen als der durchschnittliche Franzose, könnte bald feststellen, dass die Luft dort oben teuer ist – buchstäblich. Ein Aufschlag auf Konzerttickets, Museumseintritte, ja sogar auf die Nutzung öffentlicher Toiletten könnte bald Realität werden. Die Botschaft ist klar: In Paris zählt jeder Zentimeter.
Aber warum dort haltmachen? Gewicht ist schließlich auch eine Form von Masse, und in einer Stadt, die ständig um Platz ringt, könnte jedes zusätzliche Kilo bald als Luxus angesehen werden, den man sich erst verdienen muss. Ein ‚Gewichtszuschlag‘ auf öffentliche Verkehrsmittel oder sogar eine ‚Fettsteuer‘ in Restaurants könnten auf der Speisekarte der Stadt stehen. Ziel ist es, eine schlanke, effiziente Bevölkerung zu fördern, die so leichtfüßig durch die Straßen schwebt, dass selbst die Tauben neidisch werden.
Und dann ist da noch die Sache mit den Farben. In einer Stadt, die so stolz auf ihre Ästhetik ist, könnte die Wahl der Kleidung bald mehr sein als nur ein persönlicher Ausdruck. Tragen Sie Grün in einer Saison, in der Blau angesagt ist? Das könnte Sie teuer zu stehen kommen. Paris könnte bald Farbberater an jeder Straßenecke stationieren, bereit, Modeverirrungen mit einem saftigen Bußgeld zu belegen.
Natürlich ist all dies (noch) reine Fiktion. Aber in einer Welt, in der Städte ständig nach neuen Wegen suchen, um ihre Budgets aufzubessern, ist vielleicht nichts zu absurd. Paris hat mit seiner SUV-Steuer vielleicht einen ersten Schritt getan, aber wer weiß schon, wohin die Reise geht. In der Stadt der Lichter könnte es bald heißen: Wer zu groß, zu schwer oder zu bunt ist, zahlt den Preis. Ganz wörtlich.



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