
Als Donald Trump gefragt wurde, ob er im Falle seiner Wiederwahl als US-Präsident ein Diktator werden würde, sagte er scherzhaft, nein, nur am ersten Tag. Da wäre er ein paar präsidiale Erlasse erlassen.
Das erinnert ein bisschen an den russischen Diktator Putin, der vor vielen Jahren einmal auf eine Frage bezüglich Diktatur und Demokratie geantwortet hat, er sei für eine Diktatur, aber natürlich für eine gute.
Gut ist natürlich ein dehnbarer Begriff. Weder für die von Russland angegriffene Ukraine ist die russische Diktatur gut, noch für die russischen Menschen, die keinerlei Meinungsfreiheit mehr haben.
Und Donald Trump? Die Gefahr, dass er eine Diktatur errichtet, ist leider nicht ganz von der Hand zu weisen. Er hatte ja immer wieder behauptet, die Präsidentschaftswahl sei ihm gestohlen worden, er hatte zum Sturm auf das kapitol aufgerufen, also gewissermassen zu einem Staatsstreich. Von daher darf man als relativ gesichert annehmen, dass er sein Amt als möglicher künftiger US-Präsident ein zweites Mal sicher nicht freiwillig wieder hergeben wird. Und wie nennt man so etwas dann? Ach ja, Diktatur.
Die ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Liz Cheney, die Trump offen kritisiert und die Untersuchung des Anschlags auf das Kapitol leitete, sagte diese Woche, eine Diktatur Trumps sei eine „sehr reale Bedrohung„, sollte er die Wahl im November 2024 gewinnen.
Quelle ZEIT




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