„Warum jetzt, wenn es auch später geht?“ – Eine Ode an die Prokrastination

In einer Welt, in der alles immer schneller, effizienter und produktiver werden soll, gibt es eine Bewegung, die sich mutig gegen den Strom stellt: Die Prokrastinierer. Diese Helden des Alltags wissen, dass der gegenwärtige Augenblick in wenigen Momenten schon wieder später ist. Warum also jetzt handeln?

Stellen Sie sich vor, Sie könnten all die Dinge, die Sie heute tun sollten, einfach auf morgen verschieben. Und morgen? Nun, da gibt es ja auch noch einen übermorgen. Das klingt nach einem unendlichen Zyklus des Aufschiebens, und genau das ist es auch. Aber ist das wirklich so schlimm?

Die Prokrastination, oft verkannt als Faulheit oder mangelnde Disziplin, ist in Wahrheit eine Kunstform. Es erfordert Geschick, ständig neue Ausreden zu finden, warum man gerade jetzt nicht das tun kann, was man eigentlich tun sollte. Und während die Welt um uns herum im Chaos versinkt, weil jeder versucht, alles sofort zu erledigen, sitzen die Prokrastinierer entspannt zurück und genießen den Moment.

Denn was ist der Sinn des Lebens, wenn nicht, das Hier und Jetzt zu genießen? Warum sich mit lästigen Aufgaben quälen, wenn man sie auch einfach auf später verschieben kann? Schließlich ist der gegenwärtige Augenblick in wenigen Momenten schon wieder später.

Natürlich gibt es Kritiker, die behaupten, dass die Prokrastination unproduktiv ist und uns daran hindert, unsere Ziele zu erreichen. Aber was sind schon Ziele? Flüchtige Träume, die oft genug in Enttäuschung enden. Warum also nicht einfach den Moment genießen und das Leben in vollen Zügen auskosten?

Am Ende des Tages ist es doch so: Die Dinge, die man gleich tun kann, kann man auch auf später verschieben. Und wenn später dann endlich gekommen ist, gibt es immer noch ein später danach. So bleibt uns immer genug Zeit, das zu tun, was wirklich wichtig ist: Nichts.

In diesem Sinne: Warum diesen Artikel jetzt zu Ende lesen, wenn man ihn auch einfach auf später verschieben kann?


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Kommentare

2 Kommentare zu „„Warum jetzt, wenn es auch später geht?“ – Eine Ode an die Prokrastination“

  1. Ja, warum? … Ich war aufs Ende neugierig. 😃

  2. Fein 🙂

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