
Liebe Berlinerinnen und Berliner,
wir möchten Sie heute über eine ungewöhnliche Situation informieren, die sich in unserer geliebten Stadt abspielt. Es scheint, dass eine Löwin, die wir liebevoll „Berlina“ getauft haben, beschlossen hat, sich auf einen spontanen Stadtrundgang zu begeben.
Wir möchten Sie bitten, nicht in Panik zu geraten. Berlina ist, wie wir alle, nur auf der Suche nach einem guten Dönerladen. Wir sind uns sicher, dass sie, sobald sie einen gefunden hat, zufrieden sein und ihren Weg zurück in den Zoo finden wird.
In der Zwischenzeit bitten wir Sie, einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Bitte vermeiden Sie es, Fleischprodukte in der Öffentlichkeit zu verzehren. Wir wissen, dass der Sommer die perfekte Zeit für Grillpartys ist, aber wir sind sicher, dass Sie verstehen, dass Berlina möglicherweise nicht zwischen Ihrem Steak und Ihnen unterscheiden kann.
Wir möchten auch betonen, dass Selfies mit Berlina keine gute Idee sind. Sie ist keine Instagram-Influencerin und hat uns ausdrücklich mitgeteilt, dass sie ihre Privatsphäre schätzt.
Bitte halten Sie auch Ihre Haustiere im Haus. Berlina hat zwar versichert, dass sie vegan ist, aber wir möchten kein Risiko eingehen.
Wir möchten Sie auch daran erinnern, dass es nicht hilfreich ist, Berlina mit „Simba“ oder „Mufasa“ anzusprechen. Sie findet einen falschen Namen beleidigend und es könnte sie verärgern.
Wir arbeiten eng mit dem Zoo und der Polizei zusammen, um Berlina sicher und unbeschadet zurück in ihre Heimat zu bringen. Bis dahin bitten wir Sie, Ruhe zu bewahren und sich nicht fressen zu lassen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Kooperation.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Stadtverwaltung Berlin
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Nachtrag 21.7.23: Scheinbar war die vermeintliche Löwin eher nur ein Wildschwein. Wie unspektakulär.
Okay, wir sind offensichtlich bereits im medialen Sommerloch angekommen.



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