Und täglich grüßt die russische Grausamkeit

Es ist Dezember, es ist kalt, auch in der Ukraine. Und Russland hat nichts besseres zu tun, als weiterhin die lebensnotwendige Infrastruktur der Ukraine zu zerstören. Also beispielsweise in Odessa. Dort sind hunderttausende Menschen ohne Strom. Ohne Strom funktionieren viele Heizungen nicht.

Das russische Konzept kann man also wohl so zusammenfassen, dass Russland versucht, die ukrainische Infrastruktur derart zu zerstören, dass möglichst viele Ukrainer*innen diesen Winter erfrieren, oder?

Wie will dieses Russland jemals wieder einen Weg zurück in die zivilisierte Völkergemeinschaft finden? Nahezu undenkbar.

Denn auch viele Russ*innen dürften so tiefgehend von der russischen Propaganda, die schon über Jahre auf sie einprasselt, durchtränkt sein, dass man nach einem möglichen Ende des Krieges nicht einfach hingehen und ihnen erklären kann, was eigentlich in Wirklichkeit passiert ist. Das hatte ja auch bei den Nazis nach dem Ende des zweiten Weltkrieges nicht funktioniert. Sie trugen ihr menschenverachtendes Weltbild oft bis an ihr Lebensende mit sich herum und gaben es sogar an ihre Kinder weiter.

In der Hafenstadt Odessa ist die Stromversorgung nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj teilweise wiederhergestellt worden. Dennoch sind Hunderttausende in der Region weiterhin ohne Strom. Die Situation bleibe sehr schwierig, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. „Wir tun alles, um das Licht in Odessa wiederherzustellen.“ Russland hatte in der Nacht zu Samstag Odessa mit iranischen Kampfdrohnen angegriffen und dabei die Stromversorgung der Stadt und des ganzen Umlandes gekappt. Nach Angaben des regionalen Stromversorgers könnten die Reparaturen bis zu zwei Monate dauern.

Quelle ZEIT ONLINE

Oder hier:

Hälfte der Region Kiew wird tagelang ohne Strom sein

In der Region Kiew bleibt offiziellen Angaben zufolge rund die Hälfte der Einwohner nach russischen Raketenangriffen weiterhin von der Stromversorgung abgeschnitten. „Etwa die Hälfte der Region wird in den kommenden Tagen ohne Strom sein“, schreibt Gouverneur Olexij Kuleba auf Telegram.

Rund 1,8 Millionen Menschen leben in der Region, die Hauptstadt Kiew ausgenommen. Der größte private Energieversorger der Ukraine, DTEK, musste nach eigenen Angaben wegen Schäden durch die Angriffe vom Montag eine Anlage vom Netz nehmen. Das Kraftwerk sei in den vergangenen zwei Monaten 17-mal Ziel von Angriffen gewesen. 

Quelle ZEIT ONLINE

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3 thoughts on “Und täglich grüßt die russische Grausamkeit

  1. „Wie will dieses Russland jemals wieder einen Weg zurück in die zivilisierte Völkergemeinschaft finden? Nahezu undenkbar.“
    Ob es überhaupt diesen Weg findet? Gut möglich, dass das nie passiert, und Russland auf dem Abstellgleis der Zivilisation bleibt. Das wäre nicht gut für die gesamte Menschheit.

    1. Schwer zu sagen, wie es sein wird. Russland, wie es sich derzeit zeigt, ist zumindest auch nicht gut für die Menschheit. Da müssten sicher viele Entwicklungsschritte gemacht werden, auch selbstkritische, um wieder in die sogenannte zivilisierte Welt zurückkommen zu können. Aber daran ist derzeit leider überhaupt nicht zu denken. Ich befürchte, es wird Jahrzehnte dauern, vielleicht auch länger.

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