Hitler nicht weiter provozieren! – Das Magazin Emma und einige Künstler warnen vor einem Atomkrieg.

Bin mir nicht ganz sicher, ob ich den Brief richtig wiedergebe, aber in etwa so:

In dem Magazin Emma unterzeichneten einige sogenannte prominente Künstler einen Brief, der dazu aufruft, keine schweren Waffen an die Ukraine zu liefern. Ansonsten könne Hitler Putler sich provoziert fühlen und man liefere ihm ein Motiv, um weitere Länder anzugreifen. Zwar habe er bisher auch keine allzu großen Probleme gehabt, sich selbst Motive für seine Angriffskriege auszudenken, aber dennoch wolle man ihm nicht extra noch ein Motiv liefern.

Stattdessen sollte sich Hitler Putler mit der Ukraine lieber einigen auf irgendetwas, was für beide Länder akzeptabel sei, beispielsweise dass die Ukraine eine Diktatur unter Hitler Putler werde und das Volk der Ukraine und seine Menschen aus der Geschichte getilgt werden. Russische Soldaten sollten dann im Gegenzug etwas weniger rücksichtslos mit ihren Opfern umgehen und nicht ganz so viele Menschen massakrieren, das lehne der deutsche Pazifismus entschieden ab und behalte sich im Falle des Falles eine äußerst scharfe verbale Protestnote vor. Wenn man Putler nun kein Motiv für die Aggression gegenüber weiteren Ländern liefere, dann dürfe dieser aber auch Deutschland wirklich nicht angreifen, so die Künstler.

Die sogenannten Prominenten haben in der Hauptsache also weniger Angst um die Ukraine und die Menschen, die dort leben, als davor, dass Putler sonst auch sie angreifen könnte.

Da Putler sich bisher ja auch immer so zuverlässig an Abmachungen gehalten habe, der ja im Vorfeld des Krieges immer wieder beteuert hatte, er werde die Ukraine nicht angreifen, sondern es handele sich nur um Manöver, sei ihr Vorschlag eine gute Idee, mit der man dann endlich Frieden in Europa habe. Und außerdem auch weiterhin schönes billiges russisches Erdgas. Sollte Putler jedoch Interesse an weiteren Ländern der EU haben, werde man dies ganz sicher nicht gutheißen und er werde in diesem Fall auf massiven verbalen Widerstand stoßen.

Im schlimmsten Falle werde man nicht müde werden, immer wieder darauf hinzuweisen, dass eine von Russland annektierte und okkupierte EU nicht über Jahrzehnte hinweg russisch bleiben dürfe, sondern irgendwann auch mal wieder eine Demokratie werden solle.

Sollten jedoch derartige Protestnoten in der dann russischen EU nicht mehr erlaubt seien, werde man sie auf jeden Fall heimlich in Gedanken denken. Putler solle nicht glauben, dass man sich unterkriegen lasse, die Gedanken seien schließlich frei!

Mehr Hintergründe zu diesem Brief und Reaktionen darauf finden Sie im Spiegel online hier.

Eine weitere Analyse finden Sie hier auf ZEIT ONLINE:

Debatte um Waffenlieferungen:Im Land der Strohmänner

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Der Philosoph Jürgen Habermas sowie prominente Unterzeichner eines offenen Briefes an Olaf Scholz wenden sich gegen naive Kriegsbegeisterung. Aber wo ist die überhaupt?

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Ein Kommentar von Johannes Schneider

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[…]

Dass es in einem offenen Brief appellativ und vereinfachend zugeht, mag dabei auch der Form geschuldet sein. Andererseits: Wer zentral den „Irrtum“ nennt, „dass die Verantwortung für die Gefahr einer Eskalation zum atomaren Konflikt allein den ursprünglichen Aggressor angehe und nicht auch diejenigen, die ihm sehenden Auges ein Motiv zu einem gegebenenfalls verbrecherischen Handeln liefern“, der fügt sich nicht nur der Logik des Aggressors. Er betreibt auch präventiv eine Schuldumkehr, während er zugleich die Antwort offen lässt, wie der russische Siegfrieden oder ein russlandgemäßer Verständigungsfrieden denn nun aussehen möge.

[…]

Dass die deutschen Freunde eines rational-irrationalen und wie auch immer beherrschbaren Russlands nun nach zweimonatiger Schamfrist zurück nach Deutungshoheit streben und dabei auch vor der Fremdbestimmung ukrainischer Interessen aus der Studierstube nicht Halt machen, ist psychologisch verständlich. Psychologisch verständlich ist auch, dass sie sich nun von Kriegstreiberinnen umstellt sehen und glauben, ein Gegengewicht liefern zu müssen. Eventuell lesen diejenigen, die sich so hervortun, auch zu viel waffenlieferungsbefürwortende veröffentlichte Meinung. Man weiß es ja nicht, weil der Adressat nicht klar benannt wird, sondern nur ein waberndes Unbehagen mit einer vermuteten Sorglosigkeit gegenüber der Gefahr eines Welt- oder Atomkriegs. Es fällt aber doch etwas schwer, sich damit zu identifizieren.

Quelle ZEIT ONLINE

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