Putins Sakrileg, das der Westen nicht verzeihen wird

Was Putin für Gräueltaten in der Ukraine anrichtet, hatte er vor den Augen aller Welt schon in Tschetschenien und Syrien gemacht.

Doch die Ukraine ist nicht irgendwo auf der Welt, die Ukraine ist mitten in Europa. Die Ukraine ist direkt an der EU-Außengrenze. Deswegen kann die westliche Welt nicht mehr wegschauen.

Die Gräueltaten, das bewusste Bombardieren und Töten von Zivilisten, der gezielte Beschuss von Krankenhäusern, Kindergärten, Wohngebäuden, Bildungseinrichtungen, all das sind Bilder, die der Westen nicht vergessen können wird.

Sollte sich dieser Krieg nicht noch ausweiten, sollte er tatsächlich auf die Ukraine beschränkt bleiben, wird der Westen nie wieder mit Russland so umgehen können, wie bisher. Putin ist jetzt schon für immer draußen aus dem Westen. Und mit ihm sein gesamter Machtapparat.

Putin hat verloren, Russland hat verloren. Und die Ukraine und mindestens 10 Millionen Ukrainer*innen, die zu Flüchtlingen geworden sind, haben ohnehin verloren. Ihre Existenz, ihr Leben, alles, was ihnen wert und teuer war. Das werden die Ukrainer*innen Putin und den den Russen niemals vergessen, das werden sie auch niemals vergeben können. Und auch der Westen wird es niemals vergessen können.

Das Russland Putins ist durch diese Raserei und Barbarei nun für Jahrzehnte vom Westen abgekoppelt. In nur drei Wochen Krieg hat Putin die Annäherung Russlands an den Westen, die über Jahrzehnte stattgefunden hatte, zerstört. Etwas aufbauen ist schwer und dauert lange, etwas zerstören geht leicht und schnell.

Und wollen wir hoffen, dass die Ukraine überlebt: Sie wird eine Westbindung haben, die ihr niemand jemals wieder wird nehmen können.

Putin könnte aus diesem Krieg vielleicht noch aussteigen, wenn er sich in sein gewaltiges Domizil irgendwo in Russland zurückzieht, dort gut bewachen lässt und die Politik moderaten Kräften überlässt. Das wäre eine Möglichkeit, mit der über die nächsten Jahrzehnte vielleicht, wenn es gut läuft, möglicherweise eine Normalisierung der Verhältnisse eintreten könnte. Könnte. Das wäre wohl der einzig gangbare Weg, den Putin freiwillig beschreiten könnte.

Putin hatte offensichtlich gedacht, er könne auf europäischem Boden wüten wie in Tschetschenien und Syrien.

Da hat er falsch gedacht. Europäischer Boden ist für Europäer sakrosankt. Was Putin aus europäischer Sicht begangen hat, ist ein Sakrileg. Und ein Sakrileg lässt sich nicht einfach sühnen oder ungeschehen machen.

5 Gedanken zu “Putins Sakrileg, das der Westen nicht verzeihen wird

  1. Kürzlich sah ich eine kurzes Interview mit der Enkeltochter von Chrotschow. Sie sagte, was ich hier im Beitrag lese. Russland wird auf Jahrzehnte von Westen abgekoppelt sein, weil niemand aus dem Westen dort so schnell wieder einsteigt oder Handel und Wandel treiben wird.
    Desweiteren sieht sie das Verhältnis Ukraine Russland auf mehrere Generationen zerstört.
    Das, was Putin gegenwärtig anrichtet, wird sich in die europäische und westliche Geschichte einbrennen und dauerhaft Spuren hinterlassen.
    Wahrscheinlich handelt Putin grade wie ein wildgewordener „gehörnter Ehemann“ nach dem Motto: Wenn ich dich nicht haben kann,soll dich keiner haben.
    Gewinnen kann er nicht, das zeichnet sich jetzt schon ab. Traurig ist, dass bis zur seinen entgültigen Niederlage noch viele Menschen sterben werden, Ukrainer sowie auch Russen. Letztere wissen noch nicht oder wollen es noch nicht wissen, welch böses Spiel ihr Präsident mit ihnen spielt.

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    1. Ja, es ist wirklich eine große Tragik. Es gibt allerdings schon einige Russen, die westliche Medien lesen und Bescheid wissen. Viele von ihnen haben sich bereits ins Ausland abgesetzt. Insgesamt aber trotzdem eine Minderheit. Die meisten haben eine Gehirnwäsche durch die russischen Medien.

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      1. Ca. 70 %.. So habe ich gelesen, sind durch die Medien bzw. Putins Geschichten geprägt. Nicht umsonst knüpft Putin an den heroischen Kampf gegen NaziDeutschland, um.den 2. Weltkrieg zu beenden, an. Er „versetzt@ seine Russen ideologische in die selbe Situation. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, grade im Hinblick auf die Sanktionen, dass die Russen an das Böse aus dem Westen glauben.
        Außerdem weiß ich auch aus eingener Erfahrung azs DDR Zeit, solch ein über Jahrzehnte aufgebaute Weltbild durch Partei und Regierung aus dem Kopf zu eliminieren.
        Mir gelang es ganz gut, weil ich zum einen weltoffen bin und zum anderen an die Demokratie glaubte. Damals wollten die Menschen eine Vereinigung und dann soll es so sein. Andere haben immer noch den Westen als Feind im Kopf.
        Die eigene Weltanschauung im Kopf umzubauen, ist ein schmerzlicher Prozeß, denn er schließt auch die Anerkennung des eigenen Irrtums mit ein.

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