München. Nicht genehmigte Demo für die Diktatur des Virus‘

Gestern demonstrierten etwa fünftausend Menschen in München einerseits gegen die Impfpflicht, andererseits gegen eine imaginierte Diktatur, mit Slogans wie „Friede, Freiheit, keine Diktatur“ und wandten sich damit offensichtlich gegen die Maßnahmen der Regierung, die die Pandemie eindämmen sollen.

Dass es in Deutschland keine Diktatur gibt, dürfte eigentlich mit ein wenig Nachdenken auch für die Demonstrierenden nachvollziehbar sein, denn sonst hätten sie nicht demonstrieren können. Das macht man in einer Diktatur nämlich nur einmal, danach sitzt man irgendwo im Knast.

Dass das Virus aber tatsächlich diktatorische Züge hat und macht, was es will, ganz besonders, wenn etwa 5000 Menschen zumeist ohne Maske dicht nebeneinander demonstrieren, noch dazu rechtswidrig auf einer nicht genehmigten Demonstration, dürften die meisten Demonstrierenden nicht realisiert haben. Dass sie mit ihrem rücksichtslosen Verhalten dem todbringenden Virus in die Hände spielen, dürften die meisten ebenfalls intellektuell nicht erfasst haben.

Es würde Sinn machen, gegen das diktatorische Virus zu demonstrieren, nicht aber gegen die Maßnahmen, die das diktatorische Virus zurückdrängen wollen, um die Demokratie und den Rechtsstaat vor dem Kollaps zu bewahren. Aber auch dies scheint für den ein oder anderen Demonstranten intellektuell schwer erfassbar gewesen zu sein. Wer nämlich in derart unverantwortlicher Weise ohne Maske und ohne Mindestabstand demonstriert, spielt dem diktatorischen und todbringenden Virus in die Hände. Die hochansteckende Omikron-Variante dürfte gestern ihre helle Freude gehabt haben und sich nun gleich ein bisschen heimischer fühlen in München und im bayerischen Freistaat, dem sie mit freundlicher Unterstützung durch die Demonstrierenden immer mehr Freiheit nimmt. Deren rücksichtsloses und gesetzeswidriges Verhalten kann die Demokratie und den Rechtsstaat letztlich in der Tat gefährden.

Hintergründe zu der Demo finden Sie hier und hier.

11 Gedanken zu “München. Nicht genehmigte Demo für die Diktatur des Virus‘

  1. In meinem Bekanntenkreis ist vor zwei Wochen ein 82jähriger Mann gestorben. Er erlitt eine Lungenembolie. Woher die verursachende Trombose kam, wollte niemand wissen.

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      1. Das bedauere ich sehr und seine Familie hat mein vollstes Mitgefühl. Die Frage ist aber, ob er noch leben würde, wenn man den Rest der Republik mit einem obskuren Gentechnikcoctail, dessen Nebenwirkungen gerne ignoriert werden, zwangsspritzen würde. Und das wage ich zu bezweifeln.

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      2. Zum einen ist es kein obskurer Gencoctail, sondern mittlerweile eine millionenfach erprobte Impfung, zum anderen könnte er sicher noch leben, wenn er geimpft gewesen wäre – und vielleicht insgesamt auch mehr Menschen und ihn herum.

        Sie sind bisher immer noch die Antwort auf die Frage schuldig geblieben, wie Ihrer Meinung nach ein Ausweg aus der Pandemie aussehen würde, wenn Sie andererseits die Impfung ablehnen.

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  2. Solch spontane Demos sind nur möglich, wenn Organisatioren im Hintergrund die Fäden ziehen. Über Telegram ist das heute ja kein Problem.
    Die Strippenzieher sind nicht selten Extremisten, die aus der rechten Ecke oder auch Sekten kommen. Für sie ist das jetzt Ihre Sternenstunde und sie im Hintergrund die Karten richtig auf. Man könnte hier auch von einer Demagogie sprechen, sonst würden die Demonstranten sich nicht im Gefahr begeben und alle Warnungen in den Wind schlagen.

    Mir fällt dazu immer wieder nur ein Satz aus einem bekannten Film ein: „Dumm ist der, der dummes tut“

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    1. Sie mögen zwar flott im Bloggen sein, aber doch etwas langsam darin, sich von der vorgekauten Meinung der Mainstreammedien abzusetzen.

      Kennen Sie die Leute, die Sie da in die rechtsextreme Ecke stellen, oder ist es nicht eher so, daß sie kritiklos das nachbeten, was Ihnen die Mainstreammedien vorkauen?
      Für die Obrigkeit ist es sehr bequem, jeden, der fundamentale Kritik übt, auszugrenzen und zu diffamieren. Das kann man hinnehmen oder nicht, man muß es aber wissen. Daß die meisten der Medien da mitmachen, hat strukturelle Gründe. Auch die sollte man kennen.

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      1. Ich habe in dem Artikel niemanden in die rechtsextreme Ecke gestellt.
        Was sind denn Ihrer Meinung nach DIE Mainstream-Medien? Ein ziemlich weiter Begriff, mit dem Sie da hantieren.

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      2. Mein Kommentar bezog auf den Vorgängerkommentar von „Flotter Blogger“. War das nicht offensichtlich?

        Zu den Medien: Es ist sicherlich nicht ganz leicht, Alternativen zum Mainstream zu finden. Sie sind halt nicht so auffällig und nicht alles, was man außerhalb der Mainstreammedien findet, ist seriös und zitierfähig. Aber das ist sekundär. Wichtig ist, dem, was man von früh bis spät vorgekaut kriegt, ebenfalls nicht blind zu vertrauen, und sich dessen bewußt zu sein, daß hinter jedem Beitrag Interessen stehen. Wenn es keine finanziellen Interessen sind, dann sind es ideologische.

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