Neulich spielten wir mit Worten, was erst mal ganz gut ging, bis uns ein paar davon unter den Tisch fielen. Leider zerbrachen sie dort und wir mussten einzelne Silben und Buchstaben wieder aufheben, die wir glücklicherweise mit ein paar Konjunktionen wieder zusammenkleben konnten.
Deshalb gingen wir lieber nach draußen, wo ein neues Wortgerüst aufgebaut ist, und kletterten dort ein bisschen. Oben auf einer hohen Hyperbel, irgendwo schon zwischen den Wolken, machten wir Halt und schauten nach unten. Dort konnten wir eine Litotes erkennen und staunten nicht schlecht.
Doch während wir so nach unten blickten, sahen wir, wie eine laute Metapher auf Adlersschwingen vorbeiflog und ein Polysyndeton knatterte und klapperte und schepperte und schnatterte, so dass man gar nichts mehr verstehen konnte.
Auf diesem Schock hin setzten wir uns erstmal auf unsere vier Buchstaben und würden dort heute noch sitzen, wenn wir nicht so viele temporale Adverbialsätze noch in unseren Hosentaschen gehabt hätten, so dass die Zeit dann doch unerwartet schnell verging und wir all unsere hübschen Worte und Worthülsen einsammelten und heimgingen, allerdings nicht euphemistisch gemeint, sondern nach Hause.



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