Ein Kreuzrippengewölbe

Die Kreuzrippen, die man hier sieht, haben in der Regel eine statisch tragende Funktion.

6 Gedanken zu “Ein Kreuzrippengewölbe

  1. Die Kreuzrippengewölbe, die man hier sieht, haben in der Regel eine statisch tragende Funktion – hier das Deckengewölbe.

    Läßt man den Dingen ihren Lauf, wird irgendwann die Stabilität der Kreuzrippen nachlassen. Das Material wird marode. Die Kraft der Unterkonstruktion verringert sich. Das Gleichgewicht der Kräfte wankt. Die Kraft des Gewölbes wird stärker als das der von vier Säulen getragenen – und so unterstützten – Rippen.

    Die Kraft des Gewölbes wandelt sich in kinetische Energie und ganz plötzlich… kannst du statt eines geweihten Raumes einen geweihten Schutthaufen fotografieren.

    Den einzelnen Brocken von gebranntem Lehm und Mörtel ist es egal, in welcher Konstellation sie sich zu anderen befinden – ob als Haufen oder als Teile einer Konstruktion.

    Auch in der Form eines Haufens ist
    …die Balance der Kräfte hergestellt.

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  2. Fisch: „Oh, wo denn ?“

    Kommt darauf an, von wo aus du eine Situation betrachtest.

    Betrachtest du die Dinge aus der Zeit heraus, kannst du den bereits geschehenen Zerfall dieses Gebäudes nicht sehen. Dann sieht es so aus, als würde es ewig so stehen, so wie du es gerade jetzt siehst.

    Du siehst es als „statisch“, als fest, als stabil, als (nahezu) unerschütterbar an – was es nicht ist.

    Es befindet sich im Zerfall.

    Was du sicher selber (optisch) schon feststellen konntest (siehe Foto), wenn du zum Beispiel schlußfolgerst, daß der Putz und die Malereien schon mal anders ausgesehen haben könnten.

    Es braucht eine Menge an Energie (vielfältiger menschlicher Einsatz, Geld…), allein den jetzigen Zustands-Moment des Bauwerks (wie ein Foto) zu fixieren.

    Läßt dieser Energiefluß nach, läuft der Prozeß Richtung Schutthaufen sehr schnell.

    Stellst du dich nur mal ganz kurz außerhalb der Zeit, siehst du allenfalls noch wenige Brocken. Alles Übrige ist grün.

    Denn die Statik des Gewölbes fußt nicht nur auf der ausgleichenden Kräfteverteilung der Konstruktion der Kreuzrippen und deren Säulen mit dem Gewölbe, sondern zweitens auf der kontinuierlichen Zufuhr menschlicher Energie.

    Und dieser Zufluß dauert nicht ewig an.

    Gebäude, Imperien, Nationen, Religionen…
    Alles was einen Anfang hat, findet auch sein Ende.

    Ob wir das sehen können/wollen, oder nicht.

    πάντα ῥεῖ

    Die einzige Konstante ist die stete Veränderung.

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