Das Wesen des Glaubens

Zunächst meint man oftmals mit Glaube natürlich den Glaube an Gott.

Aber auch Menschen, die meinen, nicht an Gott zu glauben, glauben oft. Sie glauben zwar nicht an Gott, aber an alle möglichen anderen Sachen.

Sie glauben beispielsweise, dass sie sich auf andere Menschen verlassen können, die ihnen wichtig sind. Hier gehen der Begriff Glaube und Vertrauen ziemlich synchron.

Sie glauben und vertrauen auch, dass sie, wenn sie über eine Brücke gehen, heile drüben ankommen, weil diese Brücke schon gut von Statikern durchgerechnet sein wird und deswegen erhalten werde.

Nun könnte man natürlich sagen, der Glaube an Gott lässt sich nicht beweisen, aber der Glaube an einen Statiker und seine richtige Berechnung ließe sich doch leicht überprüfen. In der Tat, das ist so. Allerdings nur in der Theorie.

Denn kaum einer von diesen Menschen, die diese Brücke überqueren, wird sich tatsächlich die Mühe machen, herauszufinden, wer die Brücke berechnet hat und diesen Statiker dann tatsächlich aufsuchen, um mit ihm ein längeres Gespräch zu führen und sich von ihm die Berechnungen zur Statik der Brücke zeigen zu lassen.

Insofern ist also auch der Glaube und das Vertrauen auf die richtige Statik einer Brücke letztlich nur ein Glaube und Vertrauen. Und hier ist man dann an einem Punkt, wo der Glaube und das Vertrauen an und auf Gott sich gar nicht mehr so sehr unterscheidet von dem Glauben und Vertrauen in die richtige Statik einer Brücke.

Nun wird jemand einwenden, dass man ihn aber doch nicht beweisen kann, diesen Gott, dass der Glaube und das Vertrauen auf ihn doch letztlich etwas ganz anderes sei, als der Glaube und das Vertrauen in die Statik einer Brücke.

In der Theorie kann man dem zustimmen, aber wie wir oben gesehen haben, sieht die Praxis anders aus. Glaube und Vertrauen sind das, was uns durchs Leben leitet. Wir glauben und wir vertrauen, um leben zu können.

3 Gedanken zu “Das Wesen des Glaubens

  1. Fisch: „auch Menschen, die meinen, nicht an Gott zu glauben, glauben oft. Sie glauben … an alle möglichen anderen Sachen.“

    Tun das die Gott-Gläubigen nicht?

    🌿

    Fisch: „Sie glauben beispielsweise, dass sie sich auf andere Menschen verlassen können, die ihnen wichtig sind“

    Tun das die Gott-Gläubigen nicht?

    🌿

    Fisch: „Hier gehen der Begriff Glaube und Vertrauen ziemlich synchron“

    Naivität fehlt hier noch.

    🌿

    Fisch: „Sie glauben und vertrauen auch, dass sie, wenn sie über eine Brücke gehen, heile drüben ankommen“

    Trifft das denn für dich nicht zu? Nur für „sie“,
    für die „Anderen“, für die NichtGottGläubigen?

    🌿

    Fisch: „Nun könnte man natürlich sagen, der Glaube an Gott lässt sich nicht beweisen“

    Alles was mit Glauben zu tun hat,
    braucht nicht bewiesen zu werden…
    und kann auch nicht bewiesen werden.

    Glauben unterliegt nicht den Regeln der Logik.

    🌿

    Fisch: „letztlich nur ein Glaube und Vertrauen“

    Kein „und“.

    Glauben und Vertrauen…
    sind zwei grundverschiedene Welten.

    Glauben ist mit der Angst verwandt,
    Vertrauen mit der Liebe.

    Angst und Liebe…
    kennen sich nicht.

    So wie Licht und Dunkelheit
    nicht co-existieren können:

    Entweder oder.

    🌿

    Fisch: „Wir glauben und wir vertrauen, um leben zu können“

    Quark. 🌻 Das Vertrauen – ja, das ist von Belang.

    Woran aber geglaubt wird, an den Weihnachtsmann,
    den Osterhasen oder woran auch immer, ist komplett
    ohne jede Bedeutung.

    🌿

    Es gibt so viele Glaubens-Konzepte auf dieser Erde. Wer meint, eines davon zu brauchen, braucht es vielleicht auch. Ein anderer bevorzugt eine anderes, wieder ein anderer hat es mit der Muttermilch bekommen – ist also nicht einmal sein eigenes. Noch ein anderer fragt im Büro für „Richtiges Glauben“ nach und sehr, sehr viele spirituelle (oder geistlich ausgerichtete) Menschen kommen ganz wunderbar ohne solche Konstrukte aus.

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    1. Deine Differenzierung zwischen Glaube und Vertrauen kommt mir etwas willkürlich vor. Wie man an irgendetwas glauben kann, kann man auch irgendetwas vertrauen, unabhängig, ob dasjenige nun stimmig ist oder nicht.

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  2. Fisch: „Wie man an irgendetwas glauben kann, kann man auch irgendetwas vertrauen“

    Schau da noch mal etwas tiefer rein.
    Hier geht es nicht um den Austausch
    von Meinungen oder Theorien.

    Glauben findet auf einer niedrigen
    Ebene statt, Vertrauen auf einer hohen.

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