Mit der gendergerechten Sprache, die sich durch die Verwendung des Gendersternchens ausdrückt, versucht man, durch die Sprache deutlich zu machen, dass Frauen immer genauso mit gemeint sind, wie Männer.
Deswegen spricht man beispielsweise von Ingenieur*innen, Physiker*innen, Stahlarbeiter*innen. Bei Müllmännern und Müllfrauen, also Menschen, die bei der Müllabfuhr arbeiten, würde man auf das Partizip ausweichen, Müllarbeitende.
In manchen Sparten wird die gendergerechte Sprache aber doch immer noch auf das generische Maskulinum reduziert. Dabei müsste man korrekterweise auch in diesen Fällen zum Zweck der Chancengleichheit eigentlich gedanklich den Raum für beide Geschlechter öffnen: Diktator*innen, Amokläufer*innen.
Und in fast umgekehrter Weise gibt es in Deutschland noch ein weiteres sprachliches Spezifikum. Hier fragt man sich, ob beispielsweise, theoretisch zumindest, auch ein Mann Bundeskanzlerin werden könnte. Allerdings ist das rein hypothetisch, die Gesellschaft braucht vermutlich noch ein paar Generationen, bis sie dafür offen wäre. Und es wäre auch unklar, wie man eine männliche Bundeskanzlerin dann gendergerecht bezeichnen müsste. Bundeskanzlerin*in ?



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