Babel zu Pfingsten: Turm und Film

Pfingsten ist die Anti-Geschichte zum Turmbau zu Babel. Aus der im Alten Testament erzählten Sprachverwirrung in Babel wird das Sprachenwunder von Jerusalem. Was fällt den Menschen heute zu Pfingsten ein? Verlängertes Wochenende, Reisezeit. Viel mehr ist es nicht. Umfragen belegen: Kaum einer weiß noch, was genau 50 Tage nach Ostern eigentlich gefeiert wird.

Wie war das noch mit dem verrückten Bauwerk im alten Irak? In dieser Geschichte wird der Turmbau durch die Babylonier, mit dem sie Gott nahe kommen wollen, als Hochmut von Gott bestraft. Die Strafe Gottes endet mit dem so genannten „babylonischen Sprachengewirr“, das es der Menschheit unmöglich machte, vernünftig miteinander zu kommunizieren. Babylon, Babel und der Turm(bau) sind seither Synonyme für menschliche Hybris. Die Stadt symbolisiert auch einen Hort des Sündenfalls, wodurch Babel auch Sinnbild für menschliche Dekadenz sein kann.

BABEL, der vielfach ausgezeichnete Film von Alejandro González Iñárritu setzt genau hier an. Das Drama des mexikanischen Filmemachers kann als moderne Parabel auf den Turmbau zu Babel interpretiert werden und er knüpft insofern an die Strafe Gottes an, als… Hier weiterlesen.

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