#liebegewinnt

Unter dem Hashtag #liebegewinnt startet heute in vielen katholischen Kirchen eine Segnung von Menschen, die sich lieben. Gemeint sind weniger heterosexuelle Menschen, sondern vielmehr homosexuelle Menschen, an welche sich diese Aktion eigentlich richtet.

Der Vatikan hatte zur Segnung homosexueller Menschen zwar nein gesagt, in Deutschland hatte sich in vielen katholischen Gemeinden dagegen aber starker Widerstand formiert, sodass nun eben heute viele katholische Pfarrer derartige Segnungsgottesdienste umsetzen wollen.

Es stand diesbezüglich etwas die Frage im Raum, ob der Vatikan katholische Pfarrer wegen einer derartigen Aktion möglicherweise exkommunizieren könnte. Einige katholische Kirchenrechtler glauben, dass dies nicht möglich sei. Dennoch schwingt für viele Pfarrer wahrscheinlich eine gewisse Unsicherheit diesbezüglich mit. Dadurch aber, dass viele katholische Pfarrer daran beteiligt sind, dürfte die Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Exkommunikation gering sein, weil der Vatikan sonst möglicherweise wirklich ein Schisma heraufbeschwören könnte, wenn er nämlich eine Vielzahl von Pfarrern exkommunizieren würde.

Die evangelische Kirche hingegen, welche sich aufgrund von Reformanstrengungen von Martin Luther bereits vor 500 Jahren von der katholischen Kirche abgespalten und eine eigene Kirche gegründet hatte, hat mit Segnungen von homosexuellen Menschen in Deutschland ohnehin kein Problem, in einigen Bundesländern dürfen homosexuelle Menschen in der evangelischen Kirche sogar heiraten.

Nur die katholische Kirche steht offensichtlich gerade an einem möglichen Wendepunkt. Es wird also spannend. Vom Vatikan aus dürfte die katholische Kirche in Deutschland unter besonderer Beobachtung stehen.

Genauer können Sie diese Thematik hier nachlesen.


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Kommentare

23 Kommentare zu „#liebegewinnt“

  1. Der Gedanke, dass die Menschen ohnehin schon gesegnet sind, einfach deswegen, weil Gott sie erschaffen hat, ist durchaus charmant. Dennoch ist es für viele Menschen ein psychologisches und auch religiöses Bedürfnis, wenn ihnen dies im Segen auch mitgeteilt wird, indem ihnen der Segen Gottes noch einmal deutlich zugesprochen wird.

  2. Fisch: „Der Gedanke, dass die Menschen ohnehin schon gesegnet sind, einfach deswegen, weil Gott sie erschaffen hat, ist durchaus charmant.“

    Das ist kein „Gedanke“, das ist Fakt.

    🔆

    Fisch: „ist es für > viele Menschen < ein psychologisches … Bedürfnis"

    Du sprichst vorwiegend für die Schäfchen oder für die EKD und
    nur selten für dich. Ich spreche aber mit DIR und meine DICH.

    🔆

    Fisch: "ist es für viele Menschen ein … religiöses Bedürfnis"

    Es gibt kein "religiöses Bedürfnis". Bedürfnisse haben mit
    dem Körper zu tun, mit der Psyche und mit dem Verstand.

    Das Spirituelle (oder Geistliche) ist jenseits von diesem.

    Du bist nicht abhängig davon, daß dir
    jemand den Segen Gottes zuspricht.

    Und niemand kann dir den Göttlichen Segen absprechen,
    das ist schier unmöglich. Du brauchst hier keinen Mittler.

    Das ist der Kern der Macht: Jemand macht
    dich glauben, er habe etwas, was du brauchst.

    Jeder Mensch hat seinen direkten Draht zum Göttlichen.

    Selbst diese Formulierung ist falsch, weil zwischen
    dir und dem Göttlichen gar kein Abstand besteht.

    Die Aufgabe der Mittler (Priester) ist es…, die
    Menschen, die es vergaßen, daran zu erinnern.

  3. „Die Aufgabe der Mittler (Priester) ist es…, die
    Menschen, die es vergaßen, daran zu erinnern.“ – Indem sie den Segen zusprechen (!)

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