Zum Tod eines älteren Herrn

Letzte Woche ist ein älterer Herr heimgegangen zu Gott.

Ich kannte ihn schon sehr lange und er hatte mir in wichtigen Entscheidungen mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

Und nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Menschen.

Er ist friedlich im Beisein von Angehörigen eingeschlafen. Obwohl er früher Angst vor dem Sterben und dem Tod hatte, hatte er diese Angst dort offensichtlich nicht mehr.

Er war ein gläubiger Christ.

Ein Katholik sagte mir, dass Menschen, die an einem Feiertag sterben, direkt zu Gott kämen. Ganz besonders in der Woche nach Ostern.

Als ich einem Angehörigen, den ich auch schon sehr lange kenne, am Telefon mein Beileid aussprach, sah ich gegen Ende des Telefonats, wie sich eine kleine Amsel vor dem Fenster zwischen den engen Zwischenraum zwischen Geländerrahmen und das Fensterbrett gesetzt hatte und zu mir in den Raum hinein schaute. Ich hatte dort in den knapp zehn Jahren, die wir hier wohnen, noch nie einen Vogel gesehen, weil der Zwischenraum schon ziemlich eng ist.

Ich ging ein bisschen in Richtung des Fensters, der Vogel hatte mich gesehen und drehte sich um. Wir beendeten das Telefonat und der kleine Vogel flog aus dem engen Zwischenraum hinaus in die Freiheit.

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