Gestern wurde im Heute-Journal des ZDF der Bürgermeister von Rostock zum Thema Lockerungen der Kontaktverbote und der Coronabeschränkungen interviewt.
In Rostock ist die Inzidenz relativ gering, so dass man mal nachfragen wollte, ob der Herr Bürgermeister vielleicht einen Tipp hätte.
Er vertrat unter anderem die These, dass die Gastronomie und Hotellerie (und so weiter) in Rostock einfach ein derartig gutes Hygienekonzept habe, dass es sicherer sei, diese Orte zu öffnen, als Gefahr zu laufen, dass Menschen sich heimlich in großen Gruppen beispielsweise in der Garage träfen, um dort einen Geburtstag zu feiern, wo natürlich keine Hygienekonzepte anzutreffen sind.
Allerdings stigmatisiert der werte Herr Bürgermeister damit pauschal die Bürger, indem er ihnen per se unterstellt, sie würden derlei Dinge tun und dann, wenn einer von ihnen infiziert sei, dem Gesundheitsamt natürlich nicht mitteilen wollen, mit wem sie sich getroffen hätten, weil das ja gar nicht erlaubt gewesen sei. Im Einzelfall mag diese Vermutung zwar stimmen, generell pauschalisiert aber wohl eher nicht.
Dass zumindest der Herr Bürgermeister gewisse Lockerungen für sich selbst in Anspruch genommen haben könnte, konnte man daran sehen, dass er trotz geschlossenen Friseuren eine einwandfreie und an den Seiten des Kopfes kurze Frisur hatte.



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