Meinungen

Wenn jemand die Meinung hat, das Virus sei nicht gefährlich, dann ist das eben seine Meinung. Kann ja jeder seine Meinung haben.

Womöglich gibt es auch Leute, die glauben, Atombomben seien nicht gefährlich oder die Erde sei eine Scheibe. Die Meinung kann man ja haben.

Nun muss man allerdings nicht jede Meinung gut finden oder teilen und auch nicht jede Meinung ist richtig. Manche Meinungen sind einfach falsch.

11 Gedanken zu “Meinungen

  1. Ein Fisch sagt: „Manche Meinungen sind einfach falsch.“

    Das ist so… nicht ganz richtig:

    Es ist das „Wesen“ von Meinungen, daß sie
    weder „richtig“, noch „falsch“ sein können.

    Dasselbe gilt für die Thesen:

    Es gibt keine richtige und keine falsche T h e s e,
    sondern nur… ihre Aufhebung durch den F a k t.

    Meinungen stehen
    in Korrelation zum
    jeweiligen Weltbild.

    Meinungen sind Glaubenssache.

    Weder gibt es richtige ― noch
    gibt es falsche Glaubenssätze.

    Wir alle haben ein Menschen-Bild,
    die Meisten auch eine Art Gottes-Bild.
    Einige haben ihre speziellen Feind-Bilder,
    wieder andere noch ein bestimmtes Welt-Bild.

    Dazu passend
    fallen unsere Vorstellungen,
    unsere festen Meinungen, unsere
    Standpunkte und alle Glaubenssätze aus.

    ❤️

    Der Fisch: „Wenn jemand die Meinung hat, das Virus sei nicht gefährlich, dann ist das eben seine Meinung.“

    Diese Meinung könnte damit zusammenhängen,
    daß jemand an die NichtExistenz des Virus glaubt.

    In diesem Glaubens-Konzept wären die
    veröffentlichen Zahlen eine Täuschung.

    Ob sich also eine Meinung als schlüssig erweist,
    …hängt vom jeweiligen Glaubens-Konstrukt ab.

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  2. Fisch: „Die Sprachregelung in Deutschland ist aber so, wie ich geschrieben habe.“

    Über „Sprachregelungen“ kommst du nicht an den Sinn von etwas Gesagtem.
    Das ist selbst bei so etwas Simplen wie einer Gebrauchsanweisung schwierig. 😇

    Verstehen setzt das Verstehen-
    WOLLEN (und können) voraus.

    Verstehen steht in Korrelation zu einer etwas höheren Form
    der Intelligenz; Regeln korrelieren mit einer niedrigen Form.

    Intelligenz und Weisheit findest du in keinem Regelwerk, sondern ausschließlich in dir.

    Du hast ein bestimmtes (wie auch immer gestaltetes) Gottesbild ?

    These 1: Es gibt niemanden auf diesem Globus mit exakt dem selben Bild.
    These 2: Dein Bild und mein Bild unterscheiden sich.
    These 3: Niemals wirst du mein Bild oder werde ich deines sehen können.
    These 4: Hier kann es maximal leichte Überschneidungen geben.
    These 5: Trotz identisch vorgetragen Glaubensbekenntnisses gibt es KEINE 2 gleichen Gottesbilder.

    Tatsachen sind objektivierbar, Meinungen nicht.

    Unsere Meinungen sind temporärer Natur; welche
    durch die Realität der Tatsachen überholt werden.

    Meinungen sind Theorien und als solche Hilfs-
    Konstrukte nicht identisch mit der Wirklichkeit.

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  3. Ja, ist schon klar. Dennoch ist es so: wenn man sagt, jemand hat eine „falsche Meinung“, meint man entweder a) sie stimmt mit der eigenen nicht überein, b) sie stimmt mit der Mehrheitsmeinung nicht überein, oder c) sie stimmt mit objektiven Fakten nicht überein. Bei c) kann man zurecht von einer „objektiv flaschen Meinung“ sprechen.

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  4. Wenn jemand die Meinung hat, er würde gerade stehen, in Wirklichkeit sitzt er aber, dann ist seine Meinung objektiv falsch. Man nennt sie dann eine falsche Meinung, zu Recht.

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  5. Gottesbilder lösen sich
    in der Wirklichkeit auf.

    ❤️

    Fisch: „Bei c) kann man zurecht von einer „objektiv flaschen Meinung“ sprechen.“

    Nein, kann man nicht.

    Es gibt keine „objektiv falsche Meinung“.
    Es gibt keine objektive Meinung.
    Es gibt keine falsche Meinung.

    ◾ Tatsachen sind objektivierbar.
    ◾ Unser „Meinen“ ist mit „Glauben“ verwandt.

    Man versucht, den Glauben zu objektivieren (siehe gemeinsam
    laut vorgetragenes Glaubensbekenntnis), doch was der Einzelne
    tatsächlich glaubt, bleibt allen Anderen auf immer verborgen.

    ❤️

    Wenn du jemandem eine „objektiv flasche Meinung“ attestierst,
    sagst du damit eigentlich: „Dein Glaube ist falsch ― meiner ist richtig“.

    Das kannst du so machen, hilft aber nicht weiter, solange du nicht sehen
    kannst, daß es sich AUCH bei DIR um ein Glaubenskonstrukt handelt.

    Die Illusion lautet:

    Der Andere GLAUBT etwas (Falsches) – während ich (das Richtige) WEIß.

    Konkret: Jemand sagt: „Es gibt kein Corona-Virus“. Ich kann ihn nicht
    vom Gegenteil überzeugen, weil ich selber kein Virologe bin und mir
    folglich nicht die fachlichen Erkenntnis-Module zur Verfügung stehen.

    Im Gegensatz zu diesem Jemand halte ich die Existenz des Virus (mit
    seinen Auswirkungen) für wahrscheinlicher als seine Nicht-Existenz.

    Bin mir aber bewußt, daß wir beide etwas nur glauben und nicht wissen.

    ❤️

    Wenn wir nur genau genug hinsehen, können
    wir erkennen, daß wir mehr glauben als wissen.

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