Was ist Weisheit?

In der Antike galt vielen Menschen Sokrates als der weiseste Mann der damals bekannten Welt.

Ihm wird der Satz zugeschrieben:

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Dieser Satz bedeutet Verschiedenes. Zum einen meint er, dass man sowohl gesellschaftliche als auch eigene Denkschemata und Dogmen immer wieder überdenken und auch in Frage stellen sollte.

Zum anderen impliziert er, dass man dann, wenn man diesen Satz mit Recht sagen kann, bereits so viel weiß, dass einem bewusst geworden ist, wie unendlich das Wissen und die Erkenntnis des Menschen ist und dass man wohl niemals allumfassendes Wissen und allumfassende Erkenntnis erlangen kann.

Wer also diesen Satz spricht, weiß um seine eigene Begrenztheit und um die Begrenztheit der menschlichen Erkenntnisfähigkeit. Und damit hat er dann schon einiges erkannt.


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Was ist Weisheit?“

  1. Fisch: „In der Antike galt vielen Menschen Sokrates als der weiseste Mann der damals bekannten Welt.“

    1. Nach „Weisheit“ zu googlen ist nicht die weise
    Art, 😉 sondern das Sammeln von Informationen.

    2. Wir „können uns schlau machen“, aber
    wir können uns NICHT „weise machen“.

    3. Sokrates galt in der Antike NICHT „vielen Menschen als der weiseste Mann
    der damals bekannten Welt“, denn die Weisheit war damals genau so dünn gesät
    wie heute. Im Gegenteil. Wer Weisheit als solche erkennen will, muß sich auf sie
    einstimmen, sonst bleibt sie für ihn unsichtbar. Weisheit ist nichts Äußerliches.

    Weisheit ist auch nicht besonders attraktiv:
    Mit ihr ist kein Blumentopf zu gewinnen.

    Weisheit zielt auf Klarheit.

    🌻

    Sokrates: „Ich weiß, daß ich nichts weiß.“

    Das klingt ein bißchen schräg, weil doch
    alle Welt versucht, möglichst viel zu wissen.

    Fisch: „Dieser Satz (des Sokrates) bedeutet Verschiedenes.“

    Der Satz des Sokrates bedeutet nicht „Verschiedenes“,
    sondern nur EINES: Daß er (Sokrates) wußte,
    daß er letztlich gar nichts wußte.

    🌻

    Um das erkennen zu können, hilft kein Lesen, kein Nachschlagen
    in vermeintlichen Philosophiebüchern oder in der Sekundär-Literatur,
    sondern nur das sich selbst versenken in die eigene Stille.

    Dorthin, wo es keine Texte gibt.

    Wer versucht, auf intellektuellem Wege der Weisheit
    näher zu kommen, befindet sich auf dem Holzweg.

    Denn der Weg der Weisheit ist der… nach Innen.

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