Die Antwort ist 42. Wie lautet die Frage?

Oder: wie lautet die wirkliche Antwort auf die Frage nach life, universe and everything, die in dem Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ gestellt wird?

Zunächst kommt ja als Antwort 42 heraus. Aber diese Antwort ist ja nicht so ganz befriedigend.

Wie lautet also die richtige Frage und die Antwort darauf?

Die Frage lautet: warum gibt es alles?

Heutiger Stand der Naturwissenschaften und allgemein anerkannte Theorie ist nach wie vor bei den allermeisten Wissenschaftlern die Urknalltheorie:

Aus einem winzigen Pünktchen entstand mit einem gewaltigen Knall plötzlich und unvermutet alles. Das gesamte Universum. Das Pünktchen war zu Beginn so winzig, dass nicht einmal ein Staubkörnchen darauf Platz gehabt hätte.

Die Urknalltheorie erklärt die Frage nach dem Wie. Wie ist alles entstanden? Die Urknalltheorie eröffnet natürlich sofort auch die Warum-Frage. Warum gibt es alles?

Die Naturwissenschaft kann hier natürlich keine Antwort geben, weil rechnerisch vor dem Urknall nichts existiert hat, keine Zeit, kein Raum, kein gar nichts. Die Warum-Frage ist ein Fall für die Philosophie und die Theologie.

Aus theologischer Sicht kann man heutzutage sagen, dass Gott transzendent hinter der Welt und dem Universum steht. Gott ist es, der in einem einzigen Gedanken das Universum hat entstehen lassen, der die Naturkonstanten so entstehen ließ, dass das Universum nicht gleich wieder in sich zusammenfiel, der die Evolution auf den Weg geschickt hat und so weiter. Am Ende entstanden Lebewesen und auch der Mensch. Aus theologischer Sicht kann man es so sehen, dass Gott dies so gewollt hat.

Wo aber ist dann dieser Gott? Ist es ein deistischer Gott, der alles zwar durch den Urknall angestoßen hat, sich dann aber völlig aus der Welt heraushält?

Hier kann man mit dem evangelischen Theologen Jürgen Moltmann antworten, der es sich so vorstellt:

Gott, der christlich gedacht in sich noch einmal in eine Trinität aufgeteilt ist, in drei Wesenheiten, die untereinander in Beziehung stehen und deren Wesen die Liebe ist, hat deswegen, weil sein Wesen die Beziehung ist, in sich selbst Raum geschaffen für das Universum und alles, was es gibt.

Dieser christlichen Vorstellung nach sind wir alle also mitten in Gott und er ist uns näher, als unsere Nasenspitze. Wir sind mitten in ihm.

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