Henry Maske

Es juckt mir in den Fingern, irgendeinen Kalauer ĂŒber Henry Maske, ehemaligen deutschen Boxer aus den 80er Jahren, und die Maskenpflicht zu schreiben. Billiger Wortwitz und so.

Doch es wĂ€re schon ein sehr mĂŒhsam bemĂŒhter Kalauer, sodass ich dieses Unterfangen nicht einmal erwĂ€hnen werde.

Also gehen Sie bitte weiter, es gibt hier nichts zu sehen. Und außerdem bestand zu keiner Zeit irgendeine GefĂ€hrdung fĂŒr die Bevölkerung. Oder so Ă€hnlich. Trug Henry Maske eigentlich Masken? Egal. Vielleicht sollte ich ĂŒber Zorro schreiben, der trug sicher eine Maske. Allerdings funktioniert der Wortwitz bei ihm nicht. Eine verbale Aporie.

Das rhetorische Stilmittel, das ich hier verwendet habe, nennt sich ĂŒbrigens praeteritio. Es bedeutet, dass man behauptet, eine Sache ĂŒberhaupt nicht zu erwĂ€hnen, sie dann aber doch so erwĂ€hnt, dass sich jeder seinen Teil denken kann.

13 Gedanken zu “Henry Maske

  1. Ich versuche mal diesen (Harald Lesch in einem seiner VortrÀge), aus der Erinnerung nacherzÀhlt:

    Ein katholischer Priester und ein Rabbi machen einen Spaziergang am See. Schon bald kommt einer der beiden auf die Idee, schwimmen zu gehen. Also machen sich die KirchenmÀnner nackig und springen ins Wasser.
    Als sie sehen, daß gleich eine Gruppe von Leuten vorbeikommen wird, steigen sie schnell wieder ans Ufer um ihre BlĂ¶ĂŸe zu bedecken. Doch leider ist ihnen inzwischen die Kleidung abhanden gekommen. Nun stehen sie da. Notgedrungen bedeckt der Pfarrer mit beiden HĂ€nden sein Geschlecht, wĂ€hrend der Rabbi seine HĂ€nde vors Gesicht nimmt.
    Kaum sind die SpaziergĂ€nger betreten grĂŒĂŸend weiter gegangen, fragt der Priester: „Rabbi, warum haben Sie denn nicht Ihr Geschlecht bedeckt?“
    Darauf der Rabbi: „Meine Gemeinde erkennt mich am Gesicht.“

    GefÀllt mir

  2. Ja, der Kommentar hÀtte noch etwas prÀziser formuliert werden können. Also noch mal:

    Mikesch: „Die Maskierung entmenschlicht“

    Mir ist noch kein (durch das Tragen einer Schutzmaske) entmenschlichter Mensch begegnet.

    Leben wir vielleicht in verschiedenen Welten?

    GefÀllt mir

  3. @ „NatĂŒrlich kann man Menschen entmenschlichen, ihnen z.B. das Menschsein absprechen.“

    Könntest du mir, indem du mir das Mensch sein absprichst, entmenschlichen? Daß ich dadurch also kein Mensch mehr wĂ€re?

    Nein.

    Du könntest ĂŒber mich sagen, was immer du
    willst: Mein Menschsein ist davon unberĂŒhrt.

    Ob ich Schutzmaske trage oder nicht –
    Àndert nichts an meinem Mensch sein.

    GefÀllt mir

  4. @ „das Wesen des Menschen wird dadurch nicht beeinflusst, seine Erscheinung aber schon verĂ€ndert“

    Stellst du dich jetzt unnötig dumm?

    Es ging nicht um die Frage, ob das Tragen einer Schutzmaske die „Erscheinung verĂ€ndert“.

    Ob Hut oder MĂŒtze, ob Krawatte, Bart oder Schutzmaske: Alles verĂ€ndert die Erscheinung, aber nichts von all dem „entmenschlicht“ irgend jemanden.

    Mikesch: „Die Maskierung entmenschlicht“

    Das ist Blödsinn.

    GefÀllt mir

  5. @ „man sieht dann weniger menschlich aus, wenn ein Teil des Gesichts nicht zu sehen ist“

    Es ist ungewohnt – das ist alles.

    WĂŒrdest du je einem Arzt oder Pfleger sagen: „Die Maske entmenschlicht Sie.“ Oder: „Sie sehen weniger menschlich aus“?

    GefÀllt mir

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