Deutschland scheint bisher beim Coronavirus nach einigermaßen glimpflich davon gekommen zu sein. Und schon gehen Diskussionen los, was denn diese Einschränkungen der Grundrechte, das Abstandhalten, die Schließung von Restaurants und so weiter, weiterhin begründen könnte.
Die Grundrechte sind natürlich durchaus wichtig und es ist verständlich, dass man über Lockerungen der Coronabeschränkungen diskutieren muss. Allerdings sind dieser Diskussion auch Grenzen gesetzt. Wenn nämlich Läden unter 800 Quadratmetern öffnen dürfen, dann aber auch alle wegen vermeintlicher Gleichberechtigung über 800 Quadratmeter öffnen wollen, dann steht morgen auf der Tagesordnung, dass auch das Oktoberfest und sämtliche Bierfeste doch bitte wieder stattfinden sollten. Als Krankenhauspersonal wäre das dann vielleicht der Zeitpunkt, den Job zu kündigen.
Bei einer Mortalitätsrate von 0,7 % und bei 83 Millionen Einwohnern in Deutschland könnte, wenn die Lockerungen zu groß werden, am Schluss 581.000 Menschen den Tod finden durch das Coronavirus. Das sollte man nicht ganz außer acht lassen bei der Diskussion. Und falls so viele Menschen sterben sollten, dürfte auch die Wirtschaft nicht mehr allzu gut funktionieren. Ganz unabhängig davon, dass das psychische Leid in der Bevölkerung natürlich riesig wäre. Auch nicht ganz zu vernachlässigen, dass offensichtlich einige Menschen, die eine Corona-Erkrankung überstanden haben, schwere Schäden an der Lunge haben, vermutlich lebenslang.



Kommentar verfassen