Universum und Philosophie. Wird die Zeit mehr oder weniger?

Vor etwa 13 Milliarden Jahren soll alles, was wir kennen, im Urknall entstanden sein.

Mit ihm entstand, so sehen wir es heute, wohl auch die Zeit und der Raum.

Vor einiger Zeit las ich von einer Theorie, dass unser Universum irgendwann nicht wieder in sich zusammenfallen dürfte, sondern es sich offenbar immer noch schneller ausdehnt. Wenn es sich aber schneller ausdehnt, könnte man zu der Ansicht kommen, es müsste dann ja unendlich lange existieren. Es sei denn, das Universum zerreißt irgendwie, aber wie sollte das sein?

Angenommen, unser Universum sollte also für alle Unendlichkeit hinfort existieren, wie würde es dann mit der Zeit aussehen?

Die vergangene Zeit würde zunehmen, was sie ja bisher auch tut. 13 Milliarden Jahre und ein paar Zerquetschte.

Aber wie sieht es mit der zukünftigen Zeit aus? Wird sie weniger, wenn im umgekehrten Fall die vergangene Zeit immer mehr wird? Aber angenommen, uns steht noch eine Unendlichkeit an Zeit bevor, wie könnte eine Unendlichkeit weniger werden? Könnte man von dieser Unendlichkeit nicht unbegrenzt Zeit wegnehmen, damit aber dann die vergangene Zeit auffüllen?

Und gibt es die Zeit überhaupt? Wie ich kürzlich theoretisch einmal erörtert habe, existiert scheinbar offensichtlich das, was wir Gegenwart nennen, nicht. Sondern nur die Zukunft und die Vergangenheit existieren.

Gibt es die Zeit aber überhaupt? Und sollte die vergangene Zeit, sofern es denn die Zeit gibt, immer mehr werden, gleichzeitig aber unendlich viel Zeit in der Zukunft zur Verfügung stehen, sagt uns das irgendwas oder ist das irgendwie wesentlich und relevant für uns?

Das sind so Fragen. Antworten habe ich keine.

Und ist das Universum, wie manche Astrophysiker es sehen, zumindest dann, wenn man sie als Mensch und nicht als Wissenschaftler fragt, womöglich in letzter Instanz geistiger Natur?

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Und viel Zeit, um einmal darüber nachzudenken. Das Universum scheint ja genug von dieser Zeit zu haben.


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Universum und Philosophie. Wird die Zeit mehr oder weniger?“

  1. Fisch: „Wird die Zeit mehr oder weniger?“

    Weder, noch.

    Wenn du mal etwas genauer hin siehst,
    wirst du bemerken, daß es so etwas wie
    „die Zeit“ in Wirklichkeit gar nicht gibt.

    …außer als Name einer Wochenzeitung.

    🌻

    Fisch: „nur die Zukunft und die Vergangenheit existieren.“

    Das kommt dabei heraus, wenn wir die Dinge „theoretisch“,
    also mit dem Verstand angehen und dabei nicht berücksich-
    tigen, daß der nur einen eng begrenzten Aktions-Radius hat:

    Wie der Frosch, beurteilt er das Ausmaß
    des Himmels… nach dem Brunnenrand.

    🌻

    Fisch: „Wie ich kürzlich theoretisch einmal erörtert habe, existiert scheinbar offensichtlich das, was wir Gegenwart nennen, nicht.“

    So stellt der Verstand die Dinge auf den Kopf, wenn wir die Welt
    durch sein Schlüsselloch betrachten und den krassen Unterschied
    zwischen „scheinbar“ und „offensichtlich“ nicht erkennen können.

    Die Möglichkeiten unserer Wahrnehmung sind größer
    als der kleine Denkapparat, der sich schon mit seinen
    Theorien (Phantasmen) zufrieden gibt.

    Deutsche Volksweisheit: „Probieren… geht über Studieren.“

    Das Theoretisieren ist eine Art intellektuelle
    Selbstbefriedigung, welches an der Wahrheit,
    an dem was ist, nicht besonders interessiert ist.

    🌻

    Die Gegenwart, der Moment zwischen zwei Atemzügen…
    ist die einzige „Zeit“, die existiert.

    Die übrigen „Zeiten“ sind wie Axiome: Nicht existent, aber
    als gedachte Hilfs-Konstrukte in unserer 3D-Welt nützlich.

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