Was bedeutet eigentlich der Johannes-Prolog?

Das Evangelium des Johannes beginnt für manche Menschen etwas kryptisch. Johannes beginnt nämlich wie folgt.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das WortDasselbe war im Anfang bei Gott. 

Was ist hier damit gemeint?

Die Sache wird klarer, wenn man den Text weiter liest. Irgendwann wird nämlich deutlich, dass mit dem „Wort“ eigentlich Jesus gemeint ist. Man kann den Prolog also wie folgt lesen.

Im Anfang war Jesus, und Jesus war bei Gott, und Gott war JesusJesus war im Anfang bei Gott. 

Wussten Sie nicht? Ja, Johannes, der von den meisten Theologen relativ spät datiert wird, etwa auf 100 nach Christus, reflektiert in seinem Evangelium theologisch, was es heißt, wenn einer wie Jesus mit einem derartigen Anspruch und derartigen Taten auftritt. Das kann für Johannes nur eins bedeuten und das macht er hier an exponierter Stelle gleich zu Beginn seines Evangeliums deutlich: Hier zeigt sich der seit Ewigkeiten existierende Gott höchstpersönlich. In Jesus.

 


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Was bedeutet eigentlich der Johannes-Prolog?“

  1. Lounge: „Hier zeigt sich der seit Ewigkeiten existierende Gott höchstpersönlich. In Jesus.“

    Das ist nicht „speziell“. Jesus ist auch nicht „speziell“.
    Auch „ich und der Vater sind eins“ ist nicht „speziell“.

    Speziell ist, daß dieser Jesus es weiß.

    Und noch spezieller ist, daß er es öffentlich sagt. (Hat ihn auch den jungen Kopf gekostet.)

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