In der Kirche gibt es den Gedanken, anderen Menschen vom Glauben zu erzählen, sie also zu missionieren. Der Gedanke geht auf den sogenannten Missionsbefehl zurück, der am Ende des Matthäusevangeliums in Kapitel 28 steht.
Heute wissen, zumindest in Deutschland, die beiden großen Kirchen, dass man anderen Menschen den Glauben eigentlich nicht aufdrängen darf, sondern wenn man missioniert, es am besten auf die Weise macht, Menschen kennenzulernen und mit ihnen zu leben. Und wenn dann etwas vom Lebensstil und vielleicht auch der theologischen Sicht auf sie übergreifen sollte, wäre das eine schöne Sache. Übergriffig sollte man aber nicht sein. Das gab es in der Vergangenheit leider immer mal wieder, wenn man ein paar Jahrhunderte oder auch nur Jahrzehnte zurückschaut.
Denn wenn das Ziel der Mission ist, dass ein bestimmter Mensch nach Abschluss der Missionierung tatsächlich gläubiger Christ ist, wird dieser Mensch leicht zu einem Objekt.
Und wenn Menschen zu einem Objekt werden, das es vermeintlich zu gestalten gibt, läuft eigentlich immer was falsch. Menschen sind keine Objekte, Menschen sind, christlich gedacht, Ebenbilder Gottes, denen man auf Augenhöhe begegnen sollte.



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