Es ist natürlich nicht ganz eindeutig belegt, wie Schnecken denken und die Welt sehen.
Ich stelle es mir aber als Schnecke relativ entspannt vor, so durchs Leben zu kriechen. Das hat damit zu tun, dass die Aufmerksamkeitsspanne einer Schnecke vermutlich relativ gering sein dürfte. Kaum sieht sie ein neues Blatt, über das sie sich freut, hat sie schon das letzte Blatt vergessen und erinnert sich nicht mehr daran. Hoppla, wow, so ein tolles Blatt! Und sie schleicht weiter. Wow, was für ein tolles Blatt! Und sie schleicht weiter. Oh, oh, wow, was für ein tolles Blatt! Und sie schleicht weiter.
Schnecken leben, falls meine Theorie stimmen sollte, vermutlich ein recht glückliches Leben. Wer eine kurze Aufmerksamkeitsspanne hat, lebt immer in der Gegenwart. Die Vergangenheit ist schon weg, die Zukunft ist noch nicht da, nur der Augenblick zählt.
Fast ein bisschen wie bei all den Menschen heutzutage, die Medien lesen oder auf andere Weise konsumieren. Oh, was hat der Trump wieder gemacht! Oh, der Erdogan! Oh, der Boris Johnson! Und was er gestern gemacht hat, keine Ahnung. Es geht ja alles so schnell. Und man liest ja ohnehin nur die Überschriften.



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