Erwartungshaltungen

Es gibt Tage im Leben, da hat man eigentlich getan, was man so konnte, es reicht aber nicht.

Man hetzt von einem Termin zum anderen, man versucht, seine Arbeit zu tun, aber die Erwartungshaltungen stehen nach wie vor im Raum.

Das ist das Unangenehme an Erwartungshaltungen. Sie stehen da und man steht auch da im Raum und dann steht man da gemeinsam.

Erwartungshaltungen gibt es genau genommen gar nicht. Man kann sie nämlich nicht sehen. Es sind im Grunde nur Gedanken, die man ebenfalls auch gedanklich wahrnimmt.

Und deswegen sind sie dann, obwohl es sie eigentlich gar nicht gibt, trotzdem äußerst real.

So ist das mit den Erwartungshaltungen.

Ach so, eins noch. Erwartungshaltungen können, wenn sie unrealistisch sind, Stress hervorrufen und auf Dauer krank machen. Drum lässt man sie besser nicht im Raum stehen, sondern beseitigt sie oder wirft sie aus dem Zimmer.


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Kommentare

2 Kommentare zu „Erwartungshaltungen“

  1. wundervoll auf den Punkt gebracht. Durch eine Erwartungshaltung kann die größte Enttäuschung entstehen.

  2. Ja. Wobei eine Ent-Täuschung auch das Ende einer Täuschung ist, also das Ende einer falschen Erwartungshaltung.

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