Man muss nicht jedem vertrauen, dem man über den Weg läuft, denn das könnte daneben gehen. Vertrauen ist nämlich im Grunde eine Zukunftsprognose in das Verhalten eines Menschen aufgrund der bisherigen Erlebnisse mit ihm.
Aber wenn man die Frage etwas größer angeht, muss man denn Vertrauen haben?
In drei Hinsichten ist dies sicherlich nötig oder zumindest sinnvoll und hilfreich.
Einerseits muss man in das Leben Vertrauen haben, wenn man leben will. Dass das Leben an sich irgendwo Sinn macht. Verliert ein Mensch den Sinn in das Leben, stürzt er in eine tiefe Krise und, wenn es gut läuft, holt er sich psychologische Hilfe, um diese Krise überwinden zu können.
Dann braucht man ein gewisses Grundvertrauen in andere Menschen. Nicht in jedem, aber durchaus in einige. Hätte man dieses Grundvertrauen nicht, würde man recht allein und nur mit großer Anstrengung durchs Leben gehen müssen.
Zudem braucht man auch noch etwas Vertrauen in sich selbst, also Selbstvertrauen. Vertrauen darauf, dass man sich selbst für wichtig nimmt und für die eigenen Belange so einsteht, dass das eigene Leben und die eigene Interessen auch gewahrt sind.



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