Heute vor fünf Jahren wurde die ukrainische Halbinsel Krim dem russischen Reich einverleibt.
Wenn man das Ganze mit einem beschönigenden Substantiv beschreiben möchte, spricht man von Annexion.
Will man es realistisch beschreiben, spricht man von Krieg.
Zunächst hatten sogenannte „grüne Männchen“, also russische Soldaten ohne Militärabzeichen, eine Invasion auf der Halbinsel Krim vorgenommen, dann strategische Stellen besetzt und sodann ein fingiertes Referendum einberufen. Völlig unerwartet kam in diesem Referendum eine Zustimmungsrate von 97% dafür heraus, dass die Krim nun russisch sein sollte. Andere Quellen sprechen sogar von 107%.
Wie man fiktiven Quellen zufolge aus dem Kreml hört, sei man auch geneigt, beispielsweise das Baltikum oder Polen in einem Referendum wieder ins russische Zarenreich einzugliedern. Man brauche nur Bescheid zu geben. Auch die Gaspipeline Nord Stream 2 mache mehr Sinn, wenn sie innerhalb Russlands fließe, und nicht umständlich von Russland nach Deutschland. Demnach gelte das Angebot der Annexionen ebenso für Deutschland. Es sei für Deutschland ja nur von Vorteil, wenn es sich unter den militärischen Schirm der Russen begebe, weil es dann vor den Russen, zumindest als externe Macht, keine Angst mehr zu haben brauche (höchstens noch als interne Macht). Klar, intern würden dann schon ein paar Veränderungen vorgenommen, beginnend bei der Demokratie, der freien Meinungsäußerung und so weiter. Aber dafür könne man endlich Russisch lernen und Wodka trinken, soviel man wolle, das sei die Sache doch schon wert.



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