Frühstücken solle man wie ein König, sagt ein Sprichwort. Ist da was dran?
Es gibt aktuell immer wieder einige Leute, die sogenanntes Intervallfasten machen. Die also mal eine oder zwei Mahlzeiten auslassen, sodass sie dadurch angeblich jünger und schlanker und ranker und leichter werden.
Das hätten ja unsere Vorfahren, die Steinzeitmenschen, auch so gemacht.
Andererseits muss man da gleich zu bedenken geben, dass diese Steinzeitmenschen ja auch ausgestorben sind. Vielleicht war ihre Lebensweise doch nicht so optimal.
Ich kenne ein Pärchen, die generell aufs Frühstück verzichten. Im Urlaub schlafen sie lang und dann gibt es vielleicht erst zum Mittag etwas und zum Abendessen, meistens aber nur zum Abendessen.
Wenn man nun die ein oder andere Abnehm-App anschaut und die dort vorgebrachten Abnehmtipps, ist das, was sie machen, eigentlich ziemlich kontraproduktiv.
Die Abnehm-App Yazio beispielsweise weist einen darauf hin, dass gesundes Abnehmen höchstens ein halbes Kilo pro Woche sein sollte. Warum? Weil man sonst vielleicht zwar erstmal schnell abnimmt, allerdings nicht in gesunder Geschwindigkeit, und weil andererseits dann die Kilos ganz schnell wieder drauf sind auf dem Körper. Denn der Körper hat eine Art Gedächtnis und weiß, welches Gewicht er eigentlich wieder erreichen möchte.
Besser ist es, wenn der Körper sich langsam daran gewöhnt, etwas weniger zu essen und an ein neues, geringeres Gewicht anzupassen. Aber das braucht Zeit. Gut Ding will Weile haben.
Und wie ist es, wenn man also nur abends sein Nachtmahl zu sich nimmt, sonst aber Intervallfasten macht?
Bei den beiden Leuten dieses Pärchens kann man nicht allzu große Erfolge beobachten. Dünn sind sie nicht. Der eine macht mittlerweile massiv Sport, was dazu führt, dass der Grundumsatz seines Körpers steigt und dadurch nimmt er ab. Als er jedoch nur abends gegessen hatte ohne zusätzlichen Sport, konnte man ein Abnehmen nicht beobachten.
Denn der Körper hat dann abends massiven Heißhunger und traut sich nicht, irgendetwas von der einmaligen Nahrung am Tag zu verschwenden. Alles wird, so wie der Körper es eben nur kann, in die Fettzellen gesteckt und dort gespeichert, wie bei den Steinzeitmenschen, um für schwere Zeiten gewappnet sein. Schwere Zeiten, die ja gleich am nächsten Tag wiederkommen, wo es höchstens ebenfalls nur eine Mahlzeit gibt.
Sinnvoller ist es, etwa dreimal täglich zu essen, aber nicht zu fressen. Und den Bedarf an Nahrung somit über den Tag zu verteilen. Der Körper kann so entspannt durchatmen, denn er lernt, dass er immer wieder etwas zu essen bekommt. Er braucht also nicht jegliche noch so kleinen Kalorien in seine Fettzellen zu pumpen.
Das ist der Grund, weshalb man frühstücken sollte. Zumindest meiner Meinung nach und so, wie ich die Lage derzeit überblicke.
Helfen, dauerhaft Gewicht zu reduzieren und diesen Stand auch zu halten, können einem in der Tat Abnehm-Apps, weil man damit lernt, wie viel man eigentlich essen sollte.
Und dann ist Sport auch nicht schlecht, bzw Bewegung im Generellen. Wer oft mit der Bahn oder dem Bus in die Arbeit fährt, sollte eine Station früher aussteigen oder nach der Arbeit eine Station zu Fuß laufen und dann erst in die Bahn einsteigen. Oder mit dem Fahrrad fahren bzw ganz zu Fuß gehen. Und zwar täglich. Denn ein Körper, der in Bewegung bleibt und ein gewisses Maß an Sport hat, – Spazierengehen ist auch eine Art Sport – hat schon ganz gute Karten, kein Übergewicht zu entwickeln.
Probieren Sie es doch heute gleich einmal aus. Warum umständlich auf morgen oder den Sankt Nimmerleinstag warten?



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