Frankfurter Buchmesse: Staufenberg will Aktentasche bei Höcke-Lesung abstellen

Björn bzw Bernd Höcke, der den rechtsextremen Flügel der AFD bedient, wollte auf der Frankfurter Buchmesse eine Lesung geben.

Der Politiker Martin Sonneborn von „Die Partei“ stahl ihm etwas die Schau, als er nämlich, verkleidet als Graf von Stauffenberg, in Uniform und mit einer Aktentasche zu der Lesung kommen wollte. Die Aktentasche habe er in der Nähe von Höcke abstellen wollen. Allerdings wurde er von der Polizei nicht hineingelassen.

Graf von Stauffenberg war derjenige, der ein Attentat auf Hitler verübte, indem er eine Aktentasche, die einen Sprengsatz mit Selbstzünder enthielt, unter seinem Tisch platzierte.

Hitler kam damals jedoch nicht um und erlitt nur ein paar Blessuren. Er ließ insgesamt etwa sechs Millionen Juden sowie andere Menschen in Konzentrationslagern grausamst ermorden und begann den Zweiten Weltkrieg mit etwa 70 Millionen Toten.

Insgesamt weist die Aktion von Herrn Sonneberg im Rahmen zynischer Satire darauf hin, dass Rechtsextremismus bekämpft werden muss und, sofern man nichts dagegen unternimmt, dramatische gesellschaftspolitische Entwicklungen daraus entstehen können. Was die Sache allerdings heikel macht, ist der implizite Aufruf zu Gewalt, der in der symbolträchtigen Aktion steckt.

Dass die Aktion zudem einen Tag vor dem Wahltermin der Landtagswahlen in Bayern stattfindet, dürfte kein Zufall sein. Die Aktion nimmt also überspitzt vorweg, was passieren könnte, wenn der Rechtsextremismus in stärkerem Maße in Deutschland wieder in die Parlamente Einzug halten sollte. Insofern ist die Aktion einerseits ethisch fraglich aufgrund ihrer impliziten Gewaltvorstellungen, andererseits sicherlich sinnvoll, um das Risiko zu verdeutlichen, das durch eine geringe Wahlbeteiligung entstehen könnte oder dadurch, dass zu viele Menschen eine rechtsextreme Partei wählen.

n-tv NACHRICHTEN: Höcke auf Frankfurter Buchmesse:Sonneborn protestiert als Stauffenberg.


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