Ökologisches Brezelessen

Heute kaufte ich mir eine Brezel. Oha werden Sie sagen, was erlebt der Herr denn Unglaubliches.

Aber aber es wird noch unglaublicher. Da ich alle Hände voll hatte, ließ ich mir die Brezel, ohne groß zu überlegen, wie selbstverständlich in eine kleine Papiertüte einpacken.

Diese Tüte führte ihr kleines Tütenleben etwa eine halbe Minute lang, bis sie von mir, weil ich die Brezel ja essen wollte, in den nächstgelegenen Papierkorb entsorgt wurde. Von dort kann sie dann einst vielleicht, sollte sie ein radikaler Umweltaktivist zum Altpapier sortieren, von einem großen Papier-LKW zur Papierrecyclinganlage gefahren werden.

Wahrscheinlicher ist aber, dass sie einfach irgendwo entsorgt wird.

Ich überlege mir, wie viele Menschen in Deutschland beispielsweise jeden Tag eine Brezel in einer Papiertüte kaufen, oder meinetwegen auch eine Semmel, so nennt man in Bayern die Brötchen, oder ein Brot. 1 Million, 2 Millionen, 5 Millionen Leute?

Würden beispielsweise diese aus der Luft gegriffenen 5 Millionen Menschen ihre Brezel direkt in die Hand nehmen und gleich essen, hätte man täglich 5 Millionen Papiertütchen weniger. Wenn man rechnen kann, wäre das eine ziemlich große Menge an Papiertütchen, die man da einsparen könnte, so aufs ganze Jahr umgerechnet.

Nur mal so als Idee, wenn Sie das nächste Mal eine Brezel kaufen. Oder ein Brötchen. Oder ein Brot.


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Kommentare

3 Kommentare zu „Ökologisches Brezelessen“

  1. Papiertüten gehen ja noch, schlimmer sind die Plastiktüten in die man sein Obst packt…da hab ich nun eine toller Alternative, die ich auch auf meinem Blog vorgestellt habe

  2. Danke für den leichtfüßig-nachdenklichen Artikel. das hier fällt mir noch dazu ein:

    Don“t throw it away – there is no „away“.

  3. Guter Punkt…

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