Antinatalismus: Was, wenn man gar nicht geboren wäre?

Théophile de Giraud ist ein sogenannter Antinatalist. Er ist der Meinung, es sei besser, wenn man gar nicht geboren worden wäre. Denn dann hätte man auch gewisse Probleme nicht.

Unter dem Link unten ist der werte Herr etwas genauer vorgestellt. Man fragt sich zunächst, warum die ZEIT einen Artikel über ihn bringt, aber die Klickzahlen lassen reges Interesse vermuten. Und in der Tat, das Ganze ist ja durchaus interessant. Wie kommt man bloß auf solche Thesen?

Im Folgenden erfährt man so einiges über den Herren, dass er beispielsweise, obwohl im mittleren Alter, noch bei den Eltern wohnt. Denn diese hätten, weil sie ihn ja geboren haben, jegliche Verpflichtung dieser Welt für ihn. Was hätten sie sich denn dabei bloß gedacht?

Es ist nicht so, dass Théophile de Giraud mit seinem Leben nichts anzufangen wüsste, aber die Grundeinstellung bleibt eben. Wenn man ein bisschen mit Küchenpsychologie an das Ganze herangeht, kommt einem in den Sinn, ob es vielleicht gewisse Entwicklungsaufgaben in seinem Leben geben könnte, die er einfach nicht gelöst hat. Und dass ihm deswegen womöglich das Leben als Leiden vorkommt, dass er deswegen vielleicht meint, es sei besser, er sei gar nicht geboren worden.

Es kommt einem dann in den Sinn, weshalb er eigentlich in seinem Alter noch bei den Eltern wohnt und ob es nicht angebrachter wäre, sich den Lebensaufgaben zu stellen, nämlich einer gewissen Abnabelung von den Eltern und Hinwendung zu einer Beziehung mit einer Frau beispielsweise? Dann käme ihm womöglich das Leben auch ein bisschen lebenswerter vor. Nur so als Gedanke.

http://www.zeit.de/kultur/2018-04/antinatalismus-theophile-de-giraud-bevoelkerungswachstum-feminismus/komplettansicht


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Kommentare

3 Kommentare zu „Antinatalismus: Was, wenn man gar nicht geboren wäre?“

  1. Avatar von Tatjana Gribbe
    Tatjana Gribbe

    Was hat der Antinatalismus mit ungelösten Aufgaben des Lebens zu tun?!

  2. Wer nicht geboren wurde, hat auch keine Aufgaben zu bewältigen.

  3. Avatar von Simon Levin
    Simon Levin

    Das ist natürlich Blödsinn, man sollte immer das Argument und nicht den Absender ansprechen. Ein gutes Argument ist völlig unabhängig davon, ob der Absender depressiv, ein „Verlierer“ oder was auch immer ist. Und ich habe noch kein gutes Argument gegen den Antinatalismus gefunden.

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