Uber uberfährt Frau

In der Stadt Tempe in Arizona hat ein autonom fahrendes Auto, das für die Firma Uber unterwegs war, eine Frau, welche die Straße betrat, überfahren. Die Frau ist anschließend an den Folgen des Unfalls gestorben. Obwohl noch ein Techniker mit an Bord war, der das autonome Fahren überwachen sollte, war wohl nichts mehr zu machen.

Das Ganze wirft natürlich ethische Fragen in Bezug auf autonom fahrende Autos auf.

Auch, wenn die Industrie meint, auf Dauer könnten durch autonom fahrende Autos die Unfälle insgesamt reduziert werden, weil ja Menschen meistens die Verursacher von Unfällen sind, ist fraglich, ob man hier nach der Masse gehen kann.

Angenommen, Menschen begingen 100 Unfälle, ein autonomes Auto hingegen nur eins in einem bestimmten Zeitraum, würde dies dann für das autonome Fahren sprechen? Oder ist bereits ein Mensch, der durch ein solches Auto zu Schaden kommt, einer zuviel? Denn hätte es das autonom fahrende Auto von Uber nicht gegeben, würde die Frau wohl noch leben.

Oder anders formuliert, sind 100 Menschenleben mehr wert als eines?

Und falls Sie spontan sagen würden, hundert, würden Sie das auch noch sagen wenn das eine Menschenleben z.b. Ihrem Ehepartner oder Kind gehören würde?

Allerdings braucht man mehr Details, um über den tödlichen Unfall richtig urteilen zu können. Es könnte ja sein, dass das autonom fahrende Auto in eine Situation kam, in der auch ein menschlicher Fahrer nichts mehr hätte machen können. Wenn beispielsweise die Frau spontan über die Straße gelaufen wäre, ohne auf den Verkehr zu achten.

Nachtrag: hier neuere Erkenntnisse zum Unfall.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2018-03/uber-selbstfahrendes-auto-autonom-tempe-unfall


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