Das ist die Zeit, die ein Arbeitnehmer in Deutschland in etwa arbeiten müsste, um so viel zu verdienen, wie ein Konzernchef eines DAX Unternehmens in Deutschland in einem Jahr.
1 % der reichsten Deutschen besitzt so viel, wie 88% der ärmeren Bewohner in Deutschland. Weltweit gesehen ist es auch nicht besser, 42 Supermilliardäre besitzen zusammen so viel, wie 3,7 Milliarden Menschen insgesamt.
Steuersenkungen in einigen Ländern der Welt bewirken eine Abwärtsspirale der Steuern, weil das Geld gerne dorthin wandert, wo am meisten davon übrig bleibt, wo also umgekehrt gedacht die Steuern am niedrigsten sind. Steuern sind aber dafür da, den Staat am Laufen zu halten, Bildungseinrichtungen zu unterhalten, um möglichst allen Menschen Zukunftsperspektiven für ihr Leben zu eröffnen, und mit Steuern wird Infrastruktur für alle und das Gesundheitswesen finanziert. Wer Steuerschlupflöcher sucht, zieht sich aus dem Gemeinwesen zurück, in dem er andererseits doch ganz gerne und möglichst sicher leben möchte.
Oxfam hatte diese Werte neu herausgegeben, wobei es nicht wesentlich ist, ob es nun 8, 42 oder 62 Supermilliardäre sind, die so viel besitzen, wie 3,7 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt. Das Missverhältnis ist das Problem. Und auch die Tendenz, dass arme Menschen sich resigniert aus der Politik zurückziehen, weil sie entweder keine Zeit haben, sich damit zu beschäftigen, oder das Gefühl, ohnehin nicht gehört zu werden. Alternativ zum Rückzug wählen sie dann radikale Parteien. Der Reichtum der Superreichen hängt übrigens auch mit der Armut der Armen zusammen, welche durch Lohndumping gerne klein gehalten werden, damit sich der Reichtum am anderen Ende vergrößern kann.
Wie schon Jesus resümierte, wer reich ist, dem wird gegeben, wer aber arm ist, dem wird auch das Wenige genommen, was er noch hat.
In Deutschland gibt es zwar über die Steuer eine relativ gute Umverteilung, aber dennoch existiert auch hierzulande ein nicht gerade kleines Missverhältnis zwischen Arm und Reich.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2018-01/ungleichheit-oxfam-bericht-hilfsorganisationen/komplettansicht




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