Zum Anschlag in St.Petersburg

Im russischen St.Petersburg hat sich in der U-bahn ein Anschlag ereignet, der nach derzeitigem Stand Tote und Verletzte zur Folge hatte. Präsident Putin war zu dem Zeitpunkt auch zu einer Konferenz in der Stadt.

Zum einen ist hier das menschliche Leid, das wieder einmal fassungslos macht.

Zum anderen kann man etwas besorgt auf die Reaktion Moskaus warten. Der 2. Tschetschenienkrieg wurde von Moskau nach einer Anschlagsserie in Russland begonnen, zur angeblichen „Bekämpfung der Terroristen“. Man fragt sich, ob diesmal wieder ein Staat für den Anschlag beschuldigt wird, in den dann einmarschiert wird. In die Ukraine erneut? Weißrussland? Baltikum? Das würde dann auch von den innenpolitischen Protesten in Russland ablenken in Richtung auf einen vermeintlichen äußeren Feind, gegen den es zusammenzuhalten gelte. Der vermeintliche Begründungszusammenhang ließe sich politisch gut konstruieren.


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