Zwei evangelische Pfarrer in Kalletal, Nordrhein-Westphalen, wollen Homosexualität „heilen“. Die Landeskirche findet das überholt, womit sie sicherlich auch Recht hat. Man sucht sich nicht bewusst aus, ob man nun homo- oder heterosexuell sein will. Anders herum gedacht, antworten Sie doch mal auf die Frage: „Wann haben Sie sich bewusst entschieden, heterosexuell zu werden ?“.
Anhand dieser Frage sieht man, dass man die sexuelle Ausrichtung niemals bewusst wählen konnte.
Beide Pfarrer bringen nun Homosexualität in den Zusammenhang mit anderen sexuellen Vorlieben: wenn man die Homosexualität anerkenne, stünden gleich Pädophilie und Sodomie vor der Tür und würden dieselbe Absolution erhalten wollen. Diese Gleichstellung wird von der Landeskirche kritisiert, zu Recht. Während man Homosexualität in beiderseitigem Einvernehmen ausleben kann, wäre das bei Pädophilie automatisch die Verletzung der Rechte von Schutzbedürftigen. Und auch Tiere dürften etwas gegen ungewollte Kopulationen mit Menschen haben. Etwas ungünstig ist in diesem Zusammenhang jedoch folgende dick hervorgehobene Stelle, bietet sie doch Tür und Tor für weitere Interpretationen, aber vermutlich ist das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen:
Der Landesbischoff von Berlin, Markus Dröge, sagte im Spiegel: „Wenn Menschen, gleich welcher sexuellen Orientierung, dauerhaft und wechselseitig Verantwortung füreinander übernehmen, wollen wir als evangelische Kirche diese Verlässlichkeit fördern und begleiten.



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