Deutschlands Flüchtlingspolitik

Derzeit ist sie groß, die Hilfsbereitschaft in Deutschland in Bezug auf die Flüchtlinge. Das ist eine gute Sache und humanitäre Pflicht und eine christliche ohnehin. Einerseits.

Andererseits ist es allerdings so, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Es entstehen auch hohe Kosten, welche zu schultern die Allgemeinheit bereit sein muss. Ansonsten besteht oder wächst die Gefahr, dass Rechte Rattenfänger herumgehen und mit ausländerfeindlichen Parolen Stimmung machen. Aus der deutschen Geschichte weiß man, dass so etwas nicht gerade ungefährlich ist.

Trotz allem, Ängste hin oder her, den Flüchtlingen muss unter allen Umständen geholfen werden. Frauen und Kinder drohen zu verhungern und zu verdursten, und das mitten in Europa. Eine grauenhafte Vorstellung.

Die deutsche Wirtschaft jedenfalls sieht die Zuwanderung keineswegs nur dramatisch, sondern eher auch als große Chance dafür, dass Deutschland wettbewerbsfähig bleibt. Ein nicht ganz uneigennütziger Denkansatz.

Ein weiterer Gedanke ist auch, dass Länder, die Waffen in Krisengebiete liefern, sich eigentlich nicht über Flüchtlingsströme wundern sollten. Sie sollten sich eher darüber wundern, dass die Flüchtlingsströme erst jetzt kommen, und nicht schon seit langem.

Die Zeiten, dass Europas Reichtum auf der Armut anderer Länder aufbaut, sind vorbei. Irgendwo nachvollziehbar und irgendwo auch zurecht. Europa muss helfen, die Europäer müssen helfen, die Bürger müssen helfen. Der Reichtum in einem globalen Dorf muss auch in diesem Dorf verteilt werden. Man kann in Europa und in anderen Ländern der sogenannten ersten Welt nicht alle Vorteile billig produzierter Waren einstecken und glauben, dies wäre dauerhaft fast umsonst und praktisch kostenlos.

Die Europäer packen bisher ein wenig an. Sie müssen es viel mehr tun. Wir alle. Nicht, weil es schwer ist, tun wir es nicht. Sondern weil wir es nicht tun, ist es schwer. Ein Sinnspruch des römischen Philosophen Seneca.

Weitere Gedanken zum Thema finden sich in dem unten verlinkten Artikel.

http://m.huffpost.com/de/entry/8116732


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