Merkel und Hollande reisen nach Kiev, um dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko einen „genialen“ Friedensplan vorzuschlagen: die sogenannten Separatisten, das heißt die von Moskau mit modernsten Waffen ausgerüsteten ukrainischen und vor allem russischen Soldaten, sollen einfach ein größeres autonomes Gebiet erhalten. Das ist ja ein toller Plan.
Deren Eroberungstaktik wäre damit aufgegangen. Sofern denn auch Putin zustimmen würde, wäre mit einem Mal Frieden, so die Hoffnung mal wieder.
Wäre da nicht ein klitzekleiner Punkt, der bisher noch nie geklappt hat: dass Putin das Eine sagt, aber genau das Gegenteil macht.
Selbst wenn er nun mal wieder für den Friedensplan stimmen sollte, würde das nach bisheriger Lesart eigentlich nur bedeuten, das Tags darauf die Separatisten umso aggressiver los schießen würden. Nun ja, einmal mehr ein gut gemeinter Versuch. Warum nicht. Der Erfolg wird sich wohl kaum einstellen.
Immerhin schwebt nun die Drohung der USA im Hintergrund, die ukrainische Armee gegen die feindliche Invasion Russlands notfalls mit Waffen zu versorgen. Vielleicht könnte dieser Ausblick Präsident Putins Sicht ein wenig ändern?
Ein anderer Plan könnte jedoch die Separatisten Putins vielleicht zur Räson bringen: wenn sie auch die Westukraine, Polen und das Baltikum bekämen. Dann wäre vermutlich für einige Monate erstmal Ruhe. Danach müsste man ihnen vielleicht auch Ostdeutschland noch anbieten. Und dann?



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