In der Ukraine hat die erste Mobilmachungswelle dieses Jahres begonnen, um der russischen Aggression etwas entgegensetzen zu können.
Währenddessen bemüht sich der russische Außenminister Lawrow, zu behaupten, die Verteidigung der Ukraine würde die Friedensverhandlungen belasten. Die Absurdität dieser Behauptung reiht sich nahtlos in weitere Behauptungen derselben Art, wie beispielsweise, dass auf der Krim niemals eine russische Invasion stattgefunden habe. Diese Behauptung ist längst widerlegt worden, und zwar von Putin höchstpersönlich.
Neben dem regulären Angriffskrieg, bei dem mittlerweile russische Truppen in der Ostukraine tätig sind, findet in großem Ausmaß ein Krieg der Worte statt, der die russische Propaganda nach Europa tragen soll.
Die Fakten sind jedoch nach wie vor einfach und dürften wohl fast jedem einleuchten:
Stehen ukrainische Truppen in Russland? Nein.
Stehen russische Truppen in der Ukraine? Ja. Auf der Krim und in der Ostukraine. In der Ostukraine mindestens 9000 Mann und 500 russische Panzer.
Die sogenannte Ukrainekrise, wie viele Medien sie gerne bezeichnen, wird in der Ukraine als Krieg bezeichnet. Das entspricht der Realität. Russland führt seit etwa einem Jahr einen verdeckten Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Wenn nun der russische Außenminister Lavrov meint, Russland sei nun auf einmal doch am Frieden interessiert, dann hätte Putin alle Hebel in der Hand. Er bräuchte dazu nur seine Truppen, Offiziere und Soldaten zurückziehen und dürfte den sogenannten Separatisten, die er seit letztem Jahr unterstützt, keine Waffen mehr liefern.
Bis auf ein paar vereinzelte Mitläufer, die tatsächlich eine Art Separatisten sind, gibt es in der Ostukraine keine Widerstandskämpfer im eigentlichen Sinne. Gegen wen auch? Gegen eine demokratisch gewählte Regierung? Wenn also das russische Militär abgezogen ist, wird innerhalb von wenigen Wochen, vielleicht sogar innerhalb 1 bis 2 Wochen Frieden herrschen. So einfach ist das.
Dass Putin das jedoch nicht will, hat er durch seine Handlungen das ganze Jahr über klargemacht. Europa darf nun schon einmal zittern, ob dieser sogenannte Bürgerkrieg, der überhaupt keiner ist, denn in der Ostukraine Halt machen wird.
Appetit kommt beim Essen, sagt man in der Ukraine. Putin hat gerade Appetit bekommen, großen Appetit. So sieht man es in der Ukraine, in Polen, im Baltikum. Und die Sicht der NATO dürfte auch nicht wesentlich anders sein, die der USA ebenfalls nicht. Was man nun bräuchte, wäre ein Appetitzügler. Ob die Sanktionen dazu ausreichenden, wird die Zukunft zeigen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht in der Ostukraine.
In den Tagesthemen des ARD wurde vorhin bestätigt, dass die Russen derzeit mindestens 9000 Soldaten in der Ukraine im Einsatz haben und um die 500 Panzer. In Kiew geht man davon aus, dass weitere russische Soldaten und schweres Gerät in die Ukraine unterwegs sind.
Der russische Außenminister Lavrov weiß natürlich von nichts. Ob er selber ein Russe sei? Das müsse man ihn erstmal nachweisen. So in etwa läuft das russische Spiel. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen. Die russische Glaubwürdigkeit wurde im letzten Jahr völlig zerstört.
http://www.tagesschau.de/ausland/aussenministertreffen-ukraine-101.html



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